Am Montag wurde der Solarpark "Goldbeck Süd" feierlich eingeweiht. Das Photovoltaikkraftwerk, das auf einem einstigen Zuckerrübenlager am Goldbecker Ortsausgang Richtung Baben entstanden ist, speist bereits seit Februar Sonnenstrom ins öffentliche Netz ein.

Goldbeck l Wie Tobias Kurth, Geschäftsführer der Mainzer Firma "Impulsgeber", gegenüber den Gästen erläuterte, sei die Einweihungsfeier vor allem aus organisatorischen Gründen vom Frühjahr in den Sommer verschoben worden. Das Unternehmen ist seit rund 20 Jahren in der Solarbranche tätig und tritt in Goldbeck als Bauherr und Investor auf.

Betonbrache zeigt sich für Vorhaben bestens geeignet

Im Jahr 2012 sei man auf die Fläche des einstigen Zuckerrübenlagers südlich von Goldbeck aufmerksam geworden.

Die Planung laufe seit 2013. Die fast komplett betonierte, zwei Hektar große Fläche habe sich für das Vorhaben als hervorragend geeignet erwiesen. Die Module hätten auf den Beton aufgeschraubt werden können, was zu einer Einsparung von Materialkosten geführt und den baulichen Aufwand gesenkt habe. Für die Projektentwicklung zeichnete die Firma "Windwärts" verantwortlich.

Wie Kurth weiter ausführte, wurden auf der rund zwei Hektar großen Brachfläche rund 9000 Module installiert. Sie produzieren 900000 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 300 Haushalten. Die Nutzungsdauer soll 20 Jahre betragen.

"In Goldbeck ist nunmehr der dritte Solarpark am Netz. Unter anderem daran zeigt sich, dass wir uns mit dem Thema neue Energien objektiv und zielgerichtet auseinandergesetzt haben. Wir sind im Landkreis Stendal die Verbandsgemeinde mit den meisten Solarflächen, Windrädern und auch den meisten Biogasanlagen. Damit übernehmen wir eine positive Führungsrolle in der Altmark", sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck am Rande der Einweihungsfeier. Trumpf verwies außerdem auf das im Bau befindliche Biomasse-Heizkraftwerk in Goldbeck und den Biostrom, der im Zellstoffwerk bei Arneburg produziert werde.

Gemeinde Goldbeck hofft auf Gewerbesteuern

Bei einem gemütlichen Beisammensein in einem anlässlich der Feier aufgestellten Festzelt ergriff auch der Mit-Investor Burkhard Söhngen das Wort. "Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Verbandsgemeinde Goldbeck war von Anfang an hervorragend. Und wir sind hier sehr gut aufgenommen worden. Dafür allen Beteiligten ein großes Dankeschön." Seitens der Gemeinde Goldbeck sagte Ratsmitglied Siegfried Limmer: "Es ist gut, dass die ehemalige Industriebrache am Südrand von Goldbeck nun auf diese Weise einer Nutzung zugeführt wurde. Wir sind auf dem besten Wege, ein Energiedorf in der Altmark zu werden. Die Ökostromerzeugung ist auch ein Stück Wertschöpfung für die Region." Limmer drückte seine Hoffnung aus, dass mit der neuen Anlage auch Gewerbesteuer-Einnahmen in die Gemeindekasse fließen werden.