Rossau (nim) l Am Montagabend hat sich der neue Rossauer Ortschaftsrat konstituiert. Die fünf Mitglieder stellten während dieser Sitzung grundlegende Weichen. So wurde der bisherige Amtsinhaber Bernd Drong in offener Abstimmung erneut zum Ortsbürgermeister gewählt. Ebenso einstimmig wie beim Ortschef fiel auch die Entscheidung bei der Bestimmung seines Stellvertreters aus. Nachdem der bisherige Vize Mario Meyer nicht mehr für das Amt kandidiert hatte, vereinte René Emanuel die Stimmen sämtlicher Ratsmitglieder auf seine Person.

Drong beglückwünschte seinen neuen Stellvertreter. Und kündigte an, ihn in den kommenden Jahren intensiv in das kommunalpolitische Geschehen des Ortes und der Einheitsgemeinde einzubinden. Grund: Mit dem Ende der jetzt begonnenen Wahlperiode in fünf Jahren plant der Ortsbürgermeister seinen Abschied aus dem lokalpolitischen Geschehen. Deshalb sei man in Rossau gut beraten, rechtzeitig einen Nachfolger aufzubauen. René Emanuel, der bei der jüngsten Wahl nach Drong die zweitmeisten Stimmen aller Bewerber erhalten hatte, könnte dieses Amt sehr gut ausfüllen, schätzte der Ortsbürgermeister am Montagabend ein.

Grüner Bereich bereitet Sorgen

Drong blickte aber nicht nur nach vorn. Im Namen des gesamten Rates bedankte er sich bei Enrico Brun, der dem neuen Gremium nicht mehr angehört, für seine engagierte kommunalpolitische Arbeit in den zurückliegenden fünf Jahren. Dass der Bürgermeister bei der Verabschiedung nicht nur von einem weinenden, sondern auch von einem lachenden Auge sprach, hängt mit einem weiteren Ehrenamt zusammen. Schließlich lenkt Enrico Brun als Wehrleiter die Geschicke der Rossauer Wehr, "und bleibt uns als weiter mit seinem Engagement erhalten", betonte Drong.

Die Anwesenheit des Osterburger Bürgermeisters Nico Schulz nutzten die Ortspolitiker am Montagabend dazu, um auf ein Problem im sogenannten grünen Bereich hinzuweisen. So wurde bemängelt, dass der für Rossauer und Flessauer Einrichtungen und Flächen zuständige Gemeindearbeiter lediglich ein Zeitfenster von wöchentlich 7,5 Stunden zur Verfügung hat, um die Rossauer Grünanlagen zu bewirtschaften. Schulz zeigte Verständnis für die Kritik. Allerdings seien die Rossauer Probleme im grünen Bereich in diesem Jahr kein Einzelfall. Osterburg habe sich in diesem Jahr stark auf das Programm "Aktiv zur Rente" verlassen, um zusätzliche Arbeitskräfte für den grünen Bereich zu gewinnen. Die Erwartungen der Einheitsgemeinde hätten sich aber bei weitem nicht erfüllt, schätzte Schulz ein.