Ein neues Kapitel Kinder-Kunst-Kirche wurde gestern Nachmittag in der Groß Garzer Kirche mit einer Ausstellungseröffnung aufgeschlagen.

GroßGarz l Weil sich in diesem Jahr erstmalig neben der örtlichen Grundschule auch die Kita an dem Projekt beteiligt, herrschte in der Groß Garzer Kirche gestern Nachmittag entsprechend reger Betrieb.

Keine Vorgaben

Neben den Mädchen, Jungen und Pädagogen waren auch Eltern, Großeltern und sonst interessierte Gäste der Einladung in die kühle Kirche gefolgt, die sich schon deshalb für das Projekt empfiehlt, weil sie selbst voller Kunst steckt, so Gemeindepädagogin Cornelia Hermann bei ihrer Begrüßung. Weit über 100 Werke, gemalte oder gezeichnete Bilder, Collagen, Plakate und Plastiken, die Natur, Figuren oder Personen zeigen, sind den Sommer über in der Kirche zu sehen. Jedenfalls, wenn das Gotteshaus offen steht. Wenn nicht, gibt es bei Familie Hermann den Schlüssel. Und wie es sich für eine richtige Ausstellung gehört, gab es nicht nur mehrere Ansprachen, sondern zum Schluss ein Glas (Kinder)Sekt, um die Werke der Nachwuchskünstler in geselliger Runde standesgemäß zu besprechen.

Wichtigste Richtlinie für alle Kinder und deren Werke war, dass es keine Richtlinie gab und die kleinen Künstler ihrer Phantasie im Sinne einer großen Vielfalt freien Lauf lassen durften. "Wenn alles gleich ist", so Cornelia Hermann in Erinnerung an ihren Kunstunterricht zu DDR-Zeiten, "stimmt etwas nicht". Eine Auffassung, die Kunstlehrer Rainer Trunk in einem Text von Friedensreich Hundertwasser bestätigte. Ute Steinke von der Tagesstätte erklärte ebenfalls, dass die Kinder beim Raspeln und bemalen ihrer Ytong-Steine freie Hand hatten. Nur bei den Liedern, die Grundschüler und die Kita-Kinder im Begleitprogramm vortrugen, mussten sie sich an einen roten Faden halten, wofür es dann reichlich Beifall aus den Kirchenbänken gab.

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