29 Mädchen und Jungen aus den beiden zehnten Klassen der Sekundarschule Goldbeck erhielten im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in der Rochauer Mehrzweckhalle am Freitag ihre Abschlusszeugnisse. 13 von ihnen schafften den erweiterten Realschulabschluss.

Goldbeck/Rochau l "Ich frage mich, wo ist nur die Zeit geblieben?", so Marlies Buddy, Klassenleiterin der 10a in ihrer kurzen Begrüßungsansprache mit Blick auf die in ihrer festlichen Garderobe schon so erwachsen wirkenden Zehntklässler, die gerade zuvor in die hübsch gestaltete Halle einmarschiert waren und ganz vorn Platz genommen hatten. "Sechs Jahre haben wir zusammen an der Schule verbracht. Es ist nicht selbstverständlich, so lange gemeinsam zu lernen", so die Lehrerin weiter und sie verwies auf das festliche Programm, das zu diesem Ereignis auf die Beine gestellt worden war.

Den kulturellen Auftakt machte die Stendaler Sängerin Judith Zürcher. Aussdrucksstark sang sie einen Titel aus dem Film "Die Eiskönigin". Es folgte eine gelungene Tanzdarbietung der Gruppe "Sugar Girls" (ebenfalls aus Stendal).

Dann trat Schulleiter Winfried Schwuchow ans Pult. "Heute ist ein bedeutender Tag für Euren weiteren Lebensweg. Viele Weichen sind gestellt", sagte er an die Noch-Schüler gerichtet. "Manche von euch sind schon sehr weit, haben ein festes Ziel vor den Augen und einen Lehrvertrag bereits in der Tasche. Andere hoffen, dass in allernächster Zeit eine positive Nachricht im Briefkasten liegt." An die Eltern gerichtet sagte der Schulleiter, dass die Feier der Zeugnisübergabe immer ein Anlass sei, die Jahre Revue passieren zu lassen. Erinnerungen an schöne Erlebnisse, aber sicher auch an manch weniger erfreuliches Ereignis mit den Sprösslingen würden wach - ob im Zusammenhang mit der Schule oder nicht. Auch Schwuchow ließ die Gedanken zurückschweifen. Die Lehrer hätten sich bemüht, den Schülern das Rüstzeug für das Leben zu geben. Nicht jeder habe dabei eingesehen, dass er sich die Grundlagen für die Zukunft in der Schule aneignet. "Was aber Kinder alles auf die Beine stellen können, wenn sie selbst es wollen und man sie lässt, haben auch aus diesem Jahrgang wieder einige Schüler bewiesen."

Vorbildliches Engagement einzelner Schüler

Schwuchow nannte namentlich Philip Krahnert, Lukas Lüdecke und Maria Schulz, die mit ihrem vorbildlichen Engagement im vergangenen Schuljahr maßgeblich daran beteiligt waren, dass die Goldbecker Sekundarschule offiziell in das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" aufgenommen wurde. Auch Jan Niggemeier erwähnte der Direktor - für dessen vorbildliche Betreuung des Schulcafés. Alle hätten für die Schule etwas Bleibendes geschaffen.

Der Redner brachte auch seine Freude über die erreichten sehr guten und guten schulischen Leistungen des Jahrgangs zum Ausdruck. "Zehn Mädchen und Jungen werden den Übertritt ans Gymnasium beziehungsweise ans Fachgymnasium wagen. Alles Gute dafür!" Am Ende seiner Ansprache gab der Schulleiter den nunmehr ehemaligen Schülern auch Nachdenkliches mit auf den Weg. Zum Beispiel: "Wege entstehen beim Gehen. Immer begegnen uns auf diesen Wegen Steine. Ich wünsche Euch, dass die Stolpersteine des Lebens zu neuen Wegen werden." Schwuchow ließ auch die vier Hauptschüler nicht unerwähnt. Besonders erfreulich sei, dass einer von ihnen den Abschluss der zehnten Klasse noch erreichen will und sich dafür von den Leistungen her auch qulifiziert habe.

Vier Schüler tragen sich ins goldene Buch ein

Dann rückte der eigentliche Anlass für die Feierstunde in den Fokus. Gruppenweise wurden die Schüler auf die Bühne gerufen, wo sie vom Schulleiter ihre Zeugnisse überreicht bekamen. Außerdem gab es die besten Wünsche, Blumen und kleine Geschenke aus den Händen der beiden Klassenleiterinnen.

Nach weiteren Darbietungen von Judith Zürcher und den "Sugar Girls" durften sich die vier leistungsdstärksten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs ins goldene Buch der Schule eintragen. Das waren Laura-Sophie Linke, Maria Schulz, Johanna Schatz und Philip Krahnert.

   

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