Seit 2002 stellen das Seehäuser beziehungsweise später das Osterburger Gymnasium regelmäßig Werke aus dem Kunstunterricht im Agaplesion-Diakoniekrankenhaus Seehausen zur Schau.

Seehausen l Gestern Vormittag wurde die 19. Ausstellung eröffnet, die für ein halbes Jahr das Foyer, Flure sowie Treppenhaus der Einrichtung schmücken und Patienten, Personal sowie Besucher gleichermaßen erfreuen soll. Dass die Collagen, Grafiken, Malereien, Plastiken und andere Techniken, deren Vielfalt nur durch die Auswahl an fantasievollen Motiven übertroffen wird, bei den Betrachtern ankommen, weiß Kunsterzieherin Elke Preis, ihres Zeichens sozusagen Ausstellungsfrau der ersten Stunde, aus eigener Erfahrung beziehungsweise von positiven Rückmeldungen, die sie gern an die Kinder und Jugendlichen aus den 5. bis 12. Klassen weitergibt. Die Pädagogin spielt sogar mit dem Gedanken, die Ausstellung mit einer Umfrage zu begleiten, bei der die Betrachter die besten Werke wählen können. Natürlich wäre die Abstimmung subjektiv. Aber "schlecht" gibt es in der Kunst ihrer Meinung nach ohnehin nicht.

Wechsel alle sechs Monate

In den zurückliegenden Jahren hat sich ein Sechs-Monats-Rhythmus eingepegelt, erklärt Elke Preis. Die gut 100 kleinen und großen Werke, die jetzt in den Krankenhaushallen hängen oder in Vitrinen stehen, lösen fast ebenso viele Objekte ab, die aber nicht im Nirwana verschwinden, sondern die nächste Ausstellung unter dem Titel "Denkanstößiges" im Osterburger Kreismuseum bereichern sollen. Elke Preis bedankt sich in dem Zusammenhang für die Plattform, die das Krankenhaus schon so lange bietet. Außerdem weist sie darauf hin, dass die große Bandbreite der Ausstellung auch eine interessante künstlerische Entwicklung der Jahrgänge erkennen lässt.

Gut 100 Werke zu sehen

Die Vorauswahl an "unzählingen" Objekten, die im Laufe des Jahres im Kunstunterricht entstehen, ist gar nicht so aufwändig, wie man meint. Die Pädagogin hat sich angewöhnt, nach jedem Projekt einige Werke an die Seite zu legen. Bei der Endauswahl kurz vor Ausstellungsbeginn standen ihr dann Schüler der 11. Klasse zur Seite. Beim Aufbauen haben gestern Schüler aus den siebenten Klassen geholfen. Schüler aus Seehausen, um die Logistik für das Unterfangen zu erleichtern.

Die Frage nach einem möglichen Verkauf der Bilder und Plastiken ließ die Kunsterzieherin lachend kurz stutzen. Verneint hat sie die Frage dann aber nicht.