Das 100. Boot in diesem Jahr lief am Dienstag im Arneburger Sportboothafen ein. Bürgermeister Lothar Riedinger begrüßte die Wassertouristen, eine junge Berliner Familie, mit einem Präsent.

Arneburg l Sanft schaukelt die "Boy Toys Too" auf der Wasseroberfläche im Arneburger Sportboothafen. An Bord des 8,60 Meter langen und drei Meter breiten Bootes sind Marco und Ulrike Rieche aus Berlin mit ihren Kindern, dem Zwillingspaar Lisa und Sarah. Derzeit genießt die junge Familie ihren Urlaub.

Funktionierender Hafen stößt bei Reisenden auf Lob

Über die Havel steuerten die Rieches zunächst auf Magdeburg, Salbker Seen, zu. Anschließend fuhren sie weiter nach Arneburg. Am Dienstag legten sie dort an. "Das ist hier der erste funktionierende Hafen. Das muss man ganz klar sagen", berichtet Marco Rieche. Wie er mitteilt, waren Häfen in Magdeburg und Schönebeck außer Betrieb. In Arneburg konnte der Freizeitkapitän seinen Tank für das 330 PS starke Boot auffüllen und die Toilette entleeren.

Nachdem sich Familie Rieche für die Weiterfahrt gewappnet hat, besuchte sie die Stadt. Am Abend aßen sie in der Burggaststätte. "Das war superschön", schildert Ulrike Rieche ihren Eindruck vom Aufenthalt auf dem Burgberg. Vor allem gefällt ihr, dass Arneburg auf den sanften Tourismus setzt. "Arneburg ist keine Touristenhochburg und das macht den Charme der Stadt aus. Es ist nicht überlaufen." Bei Bäcker Herre holten sich die Rieches ihr Frühstück. So gestärkt erhielten sie Besuch von Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger. Er begrüßte die Gäste und überreichten ihnen eine Sektflasche und einen Blumenstrauß. Die "Boy Toys Too" ist das 100. Boot, das in diesem Jahr im Arneburger Sportboothafen vor Anker lag.

Mitte des Jahres bereits ein guter Schnitt erreicht

Schnitt "Das 100. Boot Mitte Juli ist ein guter Schnitt", sagt Lothar Riedinger. Er gibt zu bedenken, dass wegen des Hochwassers im vorigen Jahr vieles im Hafenbereich erst wieder hergerichtet werden musste. Von daher ist das Stadtoberhaupt mit der Resonanz der Gäste zufrieden. Über das Lob der Familie Rieche Hafen und Stadt betreffend, freut sich Riedinger.

Am Mittwoch machten sich die Wassertouristen wieder auf den Weg. Sie liefen in Richtung Mecklenburger Seenplatte aus. Den Halt in Arneburg werden sie in guter Erinnerung behalten und auch Freunden, Verwandten und Nachbarn davon erzählen. "Mundpropaganda ist für uns die beste Werbung", sagte Riedinger. Dass sie einmal wiederkommen, kann Marco Rieche nicht ausschließen. "Fest steht, wenn Arneburg in unserer Nähe wäre, würden wir hier öfter anlegen", so sein Fazit.