Tanz, Tombola und Torwandschießen: Ein bunter Programm-Mix erwartete Schüler und Besucher auf dem Hof des Osterburger Gymnasiums. Die Einrichtung lud zum traditionellen Fest zum Schuljahresausklang.

Osterburg l Mit ihren Experimenten verblüfften fünf Schüler der fünften Klassen die Besucher im Chemie-Kabinett. Sie erzählten die Geschichte vom "Schlumpf-Virus", die sie sich eigens für das Fest erdachten. Natürlich kamen verschiedene Chemikalien zum Einsatz, die zusammen eine kleine explosive Mischung ergaben oder die innerhalb weniger Sekunden in dem dafür vorgesehenen Gefäß einen anderen Farbton annahmen. So mussten die Schlümpfe bis auf den Mond reisen, ehe sie ihre blaue Farbe wieder erhielten. Und zu guter Letzt verblieb der Zauberer Gagamel, der sie zunächst in einen farblosen Zustand versetzte, auf dem Erd-Satelliten.

Das Quintett, das von Chemie-Lehrerin Stefanie Dankert unterstützt wurde, erhielt viel Lob für seine Vorführung, die auch Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose am Donnerstagnachmittag verfolgte. So wie viele ehemalige Pädagogen und Eltern der Schüler, die die Ergebnisse der Projekttage in Augenschein nahmen. Das Team des Osterburger Gymnasiums um Leiterin Elke Hein und ihren Stellvertreter Andreas Schulz, der die Besucher begrüßte und dabei Matthias Fritze als Hauptorganisator des Hoffestes seinen Dank aussprach, ist stolz auf die Resultate der letzten Schultage. In der Turnhalle präsentierten sich zwei aus Schülerinnen mehrerer Klassenstufen bestehende Tanzformationen, die für ihre einstudierten Auftritte reichlich Applaus erhielten. Eine Ausstellung über das Leben in der DDR bereicherte zudem die Party. Die Schüler dieses Projektes, bei dem Lehrerin Undine Theiß Regie führte, zeigten nicht nur Produkte wie das Burger Knäckebrot oder die süßen Mokkabohnen, die sowohl damals als auch heute noch in den Regalen zu finden sind. Sie faszinierten zudem mit Preis-Angaben. "Was, so teuer war das damals", fragte eine Besucherin, als sie las, was damals eine große Flasche mit Trink-Fix kostete: neun Mark.

Die Beteiligten waren vom Projekt begeistert. Nicht nur, dass Zeitzeugen von ihren Erlebnissen berichteten und Einblicke in ihre Stasi- Unterlagen gaben.

Freundeskreis dankt für Unterstützung

Sie unternahmen auch eine Fahrt ins damalige Grenzland. "Das war schon sehr interessant", sagte Nadja Gentemann (15) rückblickend zu den Besuchen im Schnackenburger Grenzlandmuseum und in der Stresower Gedenkstätte.

An die erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft erinnerten die Schülerinnen und Schüler des Bandprojektes, die unter anderem den Andreas-Bourani-Song "Auf uns" zu Gehör brachten. Pädagoge Horst Janas, der zusammen mit seinem Kollegen Lothar Klein dieses Projekt leitete, dankte Lena Krüger und Tabiha Harzer für ihre musikalische Unterstützung.

Die Mitglieder des Freundeskreises des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums um Vorsitzenden Manfred Weber präsentierten sich ebenfalls mit einem Stand, informierten über ihre Arbeit und brachten 250 Lose an die Gäste. Und jedes Los gewann. In diesem Zusammenhang möchte sich der Freundeskreis bei den Sponsoren bedanken, die für attraktive Preise sorgten. Hauptgewinn war ein Büchergutschein im Wert von 25 Euro.

Sportliche Angebote wie beispielsweise das Torwandschießen, der Löschangriff der "Feuerwehr-Schüler", ein Schattentheater und die Ausstellung zum Schüleraustausch mit Frankreich, um nur einige zu nennen, fehlten ebenfalls nicht zum gelungenen Hoffest.

   

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