Seehausen l "Zu Pfingsten war schon ordentlich was los. Auch zum Neptunfest. Dann war bis zu dieser Woche Flaute", berichtete Schwimmmeisterin Martina Peters. Doch 32 Grad Luft- und 24 Grad Wassertemperatur zeigten Wirkung.

Am Sonnabend zählte Mitarbeiterin Sylvia Barth ab 10Uhr über 500 Besucher, 21.30Uhr schloss sie erst ihre Tür. Das Gleiche erwartete sie am Sonntag. Das bedeutet für sie auch an der Kasse Hochkonjunktur.

Martina Peters achtet vor allem auf Sicherheit


Vor ihr steht ein kleines Mädchen mit einem großen Schuh. "Taucherbrille", fragt Sylvia Barth. Die Kleine nickt. "Mit oder ohne Nase", will die Waldbad-Mitarbeiterin noch wissen, dann geht`s weiter.

Martina Peters dreht indessen auf dem Gelände ihre Runden. "Ich muss meine Augen überall haben", sagt sie ernst, "im Sprungbereich kann es leicht zu einem Unfall kommen. Ich passe auch auf, dass die Kleinen nicht aus dem Nichtschwimmerbereich rüberklettern und die Kinder im Babybecken was anhaben." Und ganz wichtig: Streit schlichten! Auf dem Fußball- und Volleyballfeld kann es da genauso schnell mal wild zugehen wie am Sprungbrett. "Das Schöne ist, dass ich hier ganze Familien treffe und manchem Enkelkind Schwimmen beibringe, dessen Eltern ich schon unterrichtet habe", schwärmt die Schwimmmeisterin.

Sonntagmorgen machte zum Beispiel der achtjährige Silas Reichert aus Solingen seinen Jugendschwimmpass in Bronze. Er ist mit Mama bei Oma zu Besuch. Nur nach dem Ring zu tauchen, war ihm anfangs etwas unheimlich. "Ich zeig` ihm, wie das geht", haute der fünfjährige Ian Münz aus Osterburg raus und holte - schwupps - den Ring hoch und hielt ihn seiner Oma Petra Roger entgegen. Zuletzt nannte Silas noch die Baderegeln, dann hatte er bestanden.

Ruheständler suchen sich ein schattiges Plätzchen


Währenddessen ließen sich die Rentner Doris Spitz und Rolf Nieland aus Wittenberge das Frühstück im Schatten schmecken. "Ich gebe zu, ich war vor der Wende zum letzten Mal hier, habe aber das Bad in so guter Erinnerung, dass ich heute unbedingt her wollte", erklärte Doris Spitz. Die Schattenplätze gefielen ihr natürlich besonders. Dass die Baumaßnahmen schon in Gange sind, stimmte sie hoffnungsfroh. Schließlich zeigt das, es geht weiter.

 

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