Osterburg l Seit dem 1. Juli agieren die Polizeihauptmeister Mario Grünwald und Michael Krüger als Regionalbereichsbeamte in der Einheitsgemeinde Osterburg. Mit diesem Modell will das Innenministerium die Polizei näher an die Menschen rücken und eine stärkere Präsenz der Beamten auf der Straße gewährleisten. Ein Ansatz, der in der Bevölkerung auf großen Zuspruch stößt, konnten Grünwald und Krüger schon in den ersten Wochen in ihrem neuen Arbeitsfeld registrieren. "Viele Einwohner freuen sich darüber, dass wir jetzt als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Einige kamen sogar extra zu uns ins Revierkommissariat, um uns zu unserer neuen Aufgabe zu gratulieren", erzählte Mario Grünwald. Allerdings gebe es bei manchem Einwohner auch die Befürchtung, dass das neue Modell nicht dauerhaft Bestand haben könnte, fügte er hinzu.

In den zurückliegenden Tagen waren Grünwald und Krüger nicht nur in der Kernstadt unterwegs, sondern auch in allen Ortschaften der Einheitsgemeinde. Dort kamen die beiden Polizisten unter anderem mit mehreren Ortsbürgermeistern ins Gespräch, stellten sich vor und hinterließen ihre Kontaktdaten.

Der regelmäßige Aufenthalt in den Dörfern soll für die beiden Beamten auch zukünftig zum Dienst gehören. "Der beginnt gewöhnlich am Morgen mit einer Frühstreife durch die Stadt, anschließend geht es dann mit dem Auto in die Dörfer", berichtete Krüger. Nachmittags stünden weitere Streifen oder auch mal die Erledigung von notwendigen Formalitäten an. Für den Dienstag und den Donnerstag sind schließlich in ihrem Büro im Revierkommissariat Bürgersprechstunden fest vorgemerkt. Sie finden jeweils von 16 bis 19 Uhr statt.

Wie viele Warnwesten gehören in das Auto?

Mario Grünwald und Michael Krüger bestätigten, dass Einwohner von dem neuen Kontaktangebot schon intensiv Gebrauch machen. "Von Mängeln im Verkehrsraum bis hin zu Nachbarschaftsstreitigkeiten sind die verschiedensten Probleme an uns herangetragen worden", nannten sie Beispiele. Das Themenfeld sei so vielfältig, "dass wir uns irgendwo schon als Mischung aus Polizist und Streetworker sehen", sagte Mario Grünwald. Was die bislang am häufigsten gestellte Frage war? "Da gibt es einen klaren Favoriten. Wie viele Warnwesten müssen seit dem 1. Juli im Auto mitgeführt werden? Die Antwort lautet: Nach Paragraph 53a StVZO ist eine Warnweste pro Pkw Pflicht", erzählte Grünwald. Gemeinsam mit seinem Kollegen rückte der Polizeihauptmeister abschließend ein saisonbedingtes Thema in das Blickfeld: "Wir sind in der Erntezeit und möchten deshalb noch einmal daran erinnern, dass die Ladungssicherung zu beachten ist. Wer dazu Fragen hat, kann sich gern an uns wenden."

Mario Grünwald und Michael Krüger sind unter den Telefonnummern 03937/ 497116 und 03937/497245 im Revierkommissariat erreichbar. Zudem können Bürger sie unter den Mobiltelefonnummern 0170/7171068 und 0170/7169664 anrufen.