Erstmals war gestern die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) Iden der Austragungsort für den Bundeswettbewerb für den Beruf Fachkraft für Argarservice. 17 Jungfacharbeiter aus acht Bundesländern beteiligten sich an dem Ausscheid.

Iden l "Wir sind seit vielen Jahren Gastgeber für zahlreiche berufliche Leistungsvergleiche auf Landes-und Bundesebene. Aber der Bundeswettbewerb der Fachkräfte für Agrarservice wird erstmals bei uns ausgetragen. Das liegt daran, dass es diesen Beruf erst seit einigen Jahren gibt, der speziell auf die Pflanzenproduktion und die Pflege und Wartung von Landtechnik ausgerichtet ist", erklärt Birgit Gamperle von der LLFG.

Wie die zuständige Betreuerin für den Ausscheid weiter ausführt, sind immerhin 17 Jungfacharbeiter aus verschiedensten Regionen Deutschlands zu dem Berufswettkampf angereist. Dabei handelt es sich durchweg um junge Männer, die bereits bei den Wettbewerben in ihren jeweiligen Bundesländern Spitzenplätze belegten. Sie kommen unter anderem aus Brandenburg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. "Die Teilnehmer machen das allesamt freiwillig. Es geht vor allem um die Ehre. Denn wer an diesen Ausscheiden teilnimmt und sogar ein tolles Ergebnis erzielt, hat mit der entsprechenden Urkunde ganz sicher ein zusätzliches Dokument in der Hand, um auf beruflichem Wege weiter voranzukommen", ist sich Gamperle sicher.

Veranstalter des Leistungsvergleichs ist der Bundesverband Lohnunternehmen (BLU) mit Sitz in Würzburg. Lohnunternehmen sind technische Dienstleister für Landwirtschaftbetriebe. Auf ihren Bedarf ist der Ausbildungsberuf Fachkraft für Agrarservice speziell zugeschnitten.

"Wir richten seit 2009 diesen Berufswettbewerb aus. Dabei besuchen wir nacheinander die Ausbildungsstätten - in diesem Jahr erstmals die LLFG in Iden. Üblicherweise nehmen daran um die 15 Jungfacharbeiter teil. Dass es diesmal sogar 17 sind, umso erfreulicher", sagt Martin Wesenberg, Geschäftsführer des BLU-Bildungswerkes und Hauptorganisator des Wettkampfes.

Praktische Prüfung in drei Themenbereiche aufgeteilt

Wesentlicher Teil des Ausscheids sind die praktischen Prüfungen, die in Iden drei Bereiche umfassten. Dazu zählen das Abdrehen (die Einstellung) eines Düngerstreuers, die Bestimmung der Bauteile einer Pflanzenschutzspritze und die Erläuterung von deren Funktion. In der dritten Praxisstation hatten die Teilnehmer die Einzelteile eine Anhängerkabels richtig zusammenzubauen. All dies war unter den aufmerksamen Augen von je zwei Punktrichtern zu bewerkstelligen, die ebenfalls aus mehreren Bundesländern zu dem Wettstreit angereist waren. Ergänzend dazu mussten die Jungfacharbeiter mündlich beziehungsweise schriftlich jeweils themenbezogene Fragen beantworten. Auch einen theoretischen Teil galt es im Rahmen des Ausscheids zu absolvieren.

Drei junge Fachkräfte aus Sachsen-Anhalt beteiligt

Dabei hatten die jungen Fachkräfte ihren jeweiligen Ausbildungsbetrieb in einem Vortrag vorzustellen. Darüber hinaus gab es mehrere schriftliche Aufgabenstellungen zu lösen. Diese theoretischen "Prüfungen" liefen unter der Leitung von Martin Wesenberg.

Aus Sachsen-Anhalt beteiligten sich an dem Berufswettkampf drei Teilnehmer. Das waren Florian Nieter, Christian Plötz und Fabian Rieger. Den Beruf der Fachkraft für Agrarservice erlernten sie in unterschiedlichen Ausbildungsbetrieben. Die Berufsschule absolvierten die jungen Männer jedoch allesamt in der Lutherstadt Wittenberg.

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