Die Probleme werden nicht geringer. Im Gegenteil. Mittlerweile wurde in allen Gemeinden der Verbandsgemeinde Seehausen der Eichenprozessionsspinner bekämpft.

Seehausen l Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates nehmen die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wichtiger denn je, wollen das Thema künftig intensiver beraten und hoffen auf länder-übergreifende Konzepte.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, regt das Gremium an, mit Nachbarkommunen und sogar den angrenzenden Nachbarländern zusammen zu kooperieren. Denn die Population in unseren Breitengraden befinde sich im Anstieg. Der Seehäuser Verbandsgemeinderat will sich dafür einsetzen, dass die notwendige Bekämpfung des Insekten, dessen Brennhaare auch beim Menschen toxische Reaktionen auslösen können, in der Region gesteuert wird. Jeder kämpft für sich allein, war der Tenor bei der jüngsten Sitzung. In diesem Jahr wurden allein zwischen den Gemeinden Zehrental und Altmärkische Wische 70 Hektar mit chemischen Pflanzenschutzmitteln besprüht, hinzu kamen 1800 befallene Bäume, die separat vom Boden aus mit geeigneten Insektiziden behandelt wurden. "Der Eichenprozessionsspinner hat sich komplett ausgebreitet", weiß der amtierende Ordnungsamtsleiter Björn Schünemann, der von massiven Problemen spricht. Viele Bürger haben sich in den vergangenen Monaten im Ordnungsamt der Verbandsgemeinde gemeldet, um Orte der vom Schädling befallenen Eichen zu benennen. Dabei ist auffällig, dass sich die Problematik nicht nur auf einzelne Gebiete innerhalb der VG beschränkt, sondern mittlerweile in allen Gemeinden vorhanden ist. "Der Eichenprozessionsspinner hat sich von der Gemeinde Zehrental aus über den Aland in die Wische ausgebreitet. Auch die Altmärkische Höhe ist davon betroffen. Dort nicht ganz so extrem wie in den anderen Gemeinden", sagt Schünemann, der eine Übersicht führt, in welchen Orten die genannten Fälle angesiedelt sind.

Für die Bekämpfung, die aus der Luft vom Landkreis koordiniert wird, der allerdings die dafür entstandenen Kosten von der Verbandsgemeinde zurück fordert, wurden für dieses Jahr 35000 Euro eingeplant. Schünemann prophezeit, dass künftig eine höhere Summe notwendig ist, um die Maßnahmen durchzuführen. Sie gehen Ende April/Anfang Mai über die Bühne. An den ersten Maitagen schlüpfen die für den Menschen gefährlichen Raupen.