Langohren ziehen für ein verlängertes Wochenende in die Musikmarkthalle um. Der Rassekaninchenzuchtverein G 208 Osterburg nutzt das Gebäude für eine Jungtierschau.

Osterburg l Anlass für die Präsentation der Jungtiere ist der 105. Geburtstag des Vereins; die bisherigen Ortsschauen waren stets ausgewachsenen Tieren vorbehalten. Die Kaninchenzüchter würden einen der ältesten Vereine in der Biesestadt bilden, sagte Zuchtfreund Lothar David aus Flessau der Volksstimme.

Die Schau findet am 2. und 3. August in der Musikmarkthalle am Großen Markt statt. Gemeldet sind 206 Tiere von 34 Ausstellern. Dazu gehören 23 auswärtige Zuchtfreunde aus Altmark und Prignitz - unter anderem aus Salzwedel, Klötze, Kamern, Nitzow und Wittenberge. Zu sehen sein werden Vertreter vieler Rassen wie Hermelin Rotauge, Farben-Zwerge, Rote Neuseeländer, Sachsengold, Lothringer kastanienbraun, Marburger, Englische Schecke, Deutsche Riesenschecke, Großchinchilla, Deutsche Riesen blau, Loh-Kaninchen und andere. Die Bewertung der Tiere erfolgt am Donnerstag ab 7 Uhr intern. Sie wird von drei erfahrenen Richtern - Karl-Heinz Hermann aus Salzwedel, Rainer Tiedtke aus Klötze und Wilfried Hannemann aus Tangerhütte - sowie einem Richter-Anwärter - Mike Hennings aus Salzwedel - vorgenommen. Hennings ist zugleich Landesvorsitzender der Rassekaninchenzüchter in Sachsen-Anhalt und wird auch selbst ausstellen. Bewertet werden unter anderem Körperform, -typ und -bau, Fell und Haar sowie der Pflegezustand des Tieres.

Es ist schon gute Tradition bei Tierschauen, dass am Freitag ab 10 Uhr die Knirpse aus den Kindertagesstätten die Langohren in Ruhe besichtigen können. "Vielleicht", so Vereinsvorsitzender Dieter Schott, "bekommen einige der Kleinen Interesse an den Tieren und werden in ein paar Jahren Jungzüchter."

Präsentation wird um 10 Uhr eröffnet

Offiziell wird die Schau am Sonnabend um 10 Uhr eröffnet. Sie ist den Besuchern bis 17 Uhr zugänglich. Am Sonntag ist die Öffnungszeit von 10 bis 14 Uhr vorgesehen, danach erfolgt die Preisverleihung. Vergeben werden der Ehrenpreis des Landesverbandes, der Ehrenpreis des Kreisverbandes Stendal und der Wanderpokal des Bürgermeisters der Einheitsgemeinde Hansestadt Osterburg. Außerdem werden der beste Jungzüchter, die beste Zuchtgruppe, der beste Jungrammler, die beste Junghäsin und die beste Häsin mit Wurf ausgezeichnet. Die gastronomische Betreuung obliegt den Züchterfrauen; zudem stellen die Organisatoren eine Tombola auf die Beine, bei der Sachpreise und lebende Tiere wie Kaninchen, Hühner oder Tauben gewonnen werden können.