Beuster l Rund 3500 Besucher honorierten mit ihrem Interesse die Mühen der Museumsbetreiber, die über neun Tage wieder ein buntes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt hatten. Ralf von Hagen betonte, dass die Zahl vorbehaltlich der endgültigen Auswertung bislang nur geschätzt ist und dass es darüber hinaus schwierig sei, auch den letzten Zaungast zu erfassen. Zumal die Grenzen bei Mitwirkenden und Zuschauern oft fließend seien und Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren vom Eintritt befreit waren.

Auf jeden Fall bewege sich das öffentliche Interesse auf dem Niveau erfolgreicher Vorjahre. Dass die Resonanz über die Tage schwanke und der Zulauf an den Wochenenden größer als in der Woche war, sei völlig normal.

Zwei Wochenenden lassen Besuchern die freie Wahl


Die beiden Wochenenden, die den Helfern einige Zeit abverlangten (viele opfern einen Teil ihres Jahresurlaubes), sind auch eine Stärke der Museumswoche. Denn so könne man die wachsende Veranstaltungsvielfalt im Umfeld besser kompensieren und eröffne den Besuchern mehr Möglichkeiten. Gerade im Technikbereich gab es mit dem Baumaschinen- und Kippertreffen in Wischer sowie der Oldtimer-Rallye Altmark-Classics in Arendsee in diesen Tagen doch kräftige Konkurrenz im Umfeld.

Das hochsommerliche Wetter war für einige potenzielle Besucher wohl auch ein Grund, ihre Freizeitaktivitäten auf schattige Plätzchen zu beschränken. Vor allem viele Radfahrer seien bei den Temperaturen ausgeblieben, so der Vereins-Chef mit Blick auf ein noch besseres Ergebnis.

Zahlende Gäste sind nicht zuletzt wichtig, um die Finanzen des Vereines zu stärken, damit der Museumsbetrieb abgesichert, Technik angeschafft, restauriert und gepflegt werden kann.

Besonders erfreut zeigte sich von Hagen darüber, dass sich die Besucher nicht "nur" aus der Nachbarschaft, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus und sogar aus dem Ausland rekrutierten. Der Grund dafür liegt für die Akteure auf der Hand: Bekommen die Leute in Beuster in der Museumswoche doch Technik im Freien und vor allem in Aktion präsentiert. Außerdem sind auch Ausstellungsstücke zu sehen, die danach wieder im Fundes verschwinden.

Ausstellung ist auch sonst zu besichtigen


Wer das Blaulichtmuseum außerhalb der Museumswoche besichtigen will, hat dazu noch bis in den Herbst Gelegenheit. Und zwar täglich von 10 bis 16Uhr. Nur dass es in der Sammlung, die vor allem von Technik und Gegenständen aus DDR-Zeiten dominiert wird, dann ruhiger zugeht.