Seit dem 1. August gibt es in der Kernstadt Osterburg nur noch einen Hort. Für die Mädchen und Jungen, die bislang in der DRK-Einrichtung "Sonnenschein" betreut wurden, stellt der Umzug an die Hainstraße aber kein größeres Problem dar.

Osterburg l Weil die DRK-Tagesstätte demnächst in ein neues Gebäude umzieht und dort ausschließlich Mädchen und Jungen im Krippen- sowie Kindergartenalter betreut, schloss der Hort des freien Trägers Ende Juli endgültig seine Pforten. Die bisherigen "Sonnenschein"-Hortkinder besuchen jetzt die Einrichtung an der Hainstraße. Und dürften sich sehr schnell an ihren neuen Hort gewöhnen, glaubt Ute Löschner. "Sie gehen hier zur Schule und bewegen sich deshalb auf vertrautem Terrain", begründete die Hortleiterin ihre Zuversicht. Und sie kennen natürlich auch ihre neuen Spielkameraden, mit denen sie längst zusammen die Unterrichtsbank drücken. Nicht zuletzt werden sie auch von zwei vertrauten Betreuerinnen begleitet - mit den Kindern wechselten zum 1. August auch die beiden Erzieherinnen Ellen Märtens und Sylvia Münz an die Hainstraße.

Insgesamt stehen dem Hort damit fünf Mitarbeiterinnen zur Verfügung, die sich in der Perspektive um bis zu 110 Kinder kümmern. "Die Zahl der bei uns betreuten Mädchen und Jungen hat sich fast verdoppelt", sagte Ute Löschner. Was das in der Praxis heißt, dürfte sich aber erst mit Beginn des neuen Unterrichtsjahres zeigen. Denn in den Sommerferien besuchen deutlich weniger Kinder den Hort, "regelmäßig wechseln sich die Gesichter aber auch ab. Mancher kommt aus dem Urlaub zurück, andere treten die Reise mit ihren Eltern gerade erst an", erzählte Ute Löschner.

Die Mädchen und Jungen aus der bisherigen DRK-Einrichtung mit einbezogen, könnten sich in den kommenden Wochen täglich bis zu 60 Kinder im Hort aufhalten. Darunter mischen sich übrigens auch die Abc-Schützen, die in wenigen Wochen eingeschult werden und für die der Osterburger Hort tatsächlich komplettes Neuland darstellt.

Mittagessen im Schultreff

Ihnen allen steht das gesamte Erdgeschoss des Grundschul-Altgebäudes zur Verfügung, dazu können auch Räume in der oberen Etage genutzt werden. "Ebenso wie im Erdgeschoss haben wir auch dort einen Raum zum Toben eingerichtet. Andere Zimmer in der oberen Etage können wir zum Beispiel auch für die Erledigung der Hausarbeiten verwenden", informierte Ute Löschner. Weil im Kellerbereich und im nur wenige Meter entfernten Neubau der Lernstätte gerade umfangreiche Umbauarbeiten laufen, kann das zum Teil abgesperrte Freigelände zwar nicht komplett in die Freizeitaktivitäten einbezogen werden. "Ansonsten halten sich die Beeinträchtigungen aber wirklich in Grenzen. Für das Mittagessen können wir zum Beispiel den Schultreff nutzen", sagte Ute Löschner.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen trägt die Hortleiterin dafür Sorge, dass Langeweile für die Mädchen und Jungen während ihrer Sommerferien ein Fremdwort bleibt. Wöchentlich sind kleinere Höhepunkte anvisiert. Und bei hochsommerlichen Temperaturen wird natürlich auch regelmäßig das Osterburger Biesebad angesteuert.