In wenigen Wochen rückt die Wische in das Blickfeld der Osterburger Politik. Dabei geht es um die Zukunft des gleichnamigen Landschaftsschutzgebietes.

Osterburg l Vor fünf Jahren installierte der Landkreis Stendal das Landschaftsschutzgebiet "Altmärkische Wische". Allerdings scheute der Kreis zu diesem Zeitpunkt noch davor zurück, für das Territorium schon eine dauerhafte Weichenstellung zu vollziehen. Die Einrichtung des Schutzgebietes blieb befristet. Zum Ende des Jahres läuft nun die Uhr für das Schutzgebiet ab, folglich kommt das Thema "Altmärkische Wische" wieder auf den Prüfstand, bestätigte Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz auf Nachfrage der Volksstimme.

Im Frühjahr habe es zu dieser Thematik bereits einen internen Meinungsaustausch zwischen dem Landkreis und Vertretern aller vom Schutzgebiet berührten Orte gegeben, "nach der Sommerpause steht die ,Altmärkische Wische` auch in unseren Gremien auf der Tagesordnung. Dann wird von uns darüber zu sprechen sein, ob wir uns als Osterburger Stadtrat hinter eine endgültige Ausweisung der Fläche als Landschaftsschutzgebiet stellen", machte der Bürgermeister deutlich.

Zuletzt hatten sich die Mitglieder des Osterburger Stadtrates auf Antrag der damaligen FDP-Fraktion im Oktober 2012 mit dem Thema befasst. Im Zuge dieser Beratungen hatten sich die Politiker mit einer knappen Mehrheit grundsätzlich für das Landschaftsschutzgebiet ausgesprochen. Als wesentliche Punkte für die Ausweisung zum Schutzgebiet führten die Befürworter damals ins Feld, dass auf diese Weise der landschaftliche Charakter der Wische bewahrt und der Erholungswert der Region gesichert würde.