Osterburg l Mit der Vergabe der Verbandsehrenpreise, des Wanderpokals und der Auszeichnung der Aussteller für die besten Zuchtergebnisse endete am Sonntagnachmittag die Jungtierschau des Rassekaninchenzuchtvereins G 208 Osterburg und Umgebung. 216 Tiere von 34 Ausstellern hatten sich unter den kritischen Augen erfahrener Preisrichter in voller Schönheit der 22 Rassen präsentiert und an zwei Tagen das Interesse von mehr als 100 Besuchern gefunden.

"Wir sind mit der Resonanz, was die ausgestellten Tiere - die Kapazität der Halle ist ausgeschöpft - und das Publikum betrifft, durchaus zufrieden", sagte Vereinsvorsitzender Dieter Schott, zugleich Vorsitzender des Kreis- und Mitglied des Landesverbandes der Rassekaninchenzüchter. Auch der Verkauf von Tieren sei als recht ordentlich einzuschätzen. Die rund 150 Preise der Tombola hatten restlos Gewinner gefunden. "Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Unterstützern und Sponsoren bedanken", wollte Schott unbedingt erwähnt wissen.

Landesvereinsvorsitzender Mike Hennings bestätigte den Züchtern: "Es ist nicht ganz einfach, eine derartige Ausstellung zu organisieren, das weiß ich als Vereinsvorsitzender aus eigener Erfahrung. Ihr werdet euch bestimmt Gedanken machen, wie es im kommenden Jahr weitergeht; ich hoffe, wir werden uns dann wieder in dieser Halle treffen." Er erinnerte daran, unbedingt die Tiere gegen die RHD-Viruskrankheit, auch als Chinaseuche bekannt, zu impfen, damit die Zucht durch Tierverluste nicht beeinträchtigt werde.

Bürgermeister: Zukunft der Halle ist noch völlig offen

"Ich danke dem Verein und seinem Vorsitzenden Dieter Schott für diese tolle Ausstellung", sagte Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz, der den Wanderpokal gestiftet hat. "Eine Stadt wie Osterburg lebt durch die Arbeit der Vereine, und eine solche Schau ist dann auch für Zuchtvereine der Höhepunkt eines Jahres. Was die Halle betrifft, da ist noch nichts entschieden, ob sie zur Mensa des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums umgebaut wird. Das hängt nicht zuletzt von Fördermitteln ab, ob und in welcher Höhe sie vom Land bewilligt werden. Die Zukunft ist also noch völlig offen."

Die Preisrichter vergaben folgende Prädikate: zweimal "vorzüglich", 29-mal "hervorragend", 70-mal "sehr gut" und etliche Male "gut". Den Landesverbandsehrenpreis erhielt Wolfgang Hellwig aus Sandau für seine "Weißen Neuseeländer". Den Kreisverbandsehrenpreis bekam der Jungzüchter Paul Heim aus Grieben für "Zwergwidder wildfarben". Den Wanderpokal des Bürgermeisters errang Lothar David aus Flessau für "Großchinchilla". Bester Jungzüchter wurde Arend Blume aus Grieben für "Schwarz Rexe". Beste Zuchtgruppe wurden die "Blauen Wiener" von Mario Rohrbach aus Dolle. Zum besten Jungrammler wurde ein "Weißer Neuseeländer" von Hellwig gekürt. Er hatte von dieser Rasse auch die beste Junghäsin. Die beste Häsin mit Wurf "Farbenzwerge" zeigte die vierjährige Emma Bremer aus Hohenberg-Krusemark.

Weitere Pokale gingen unter anderem an Rudolf Neubauer, Osterburg ("Blaue Wiener"); Klaus Gericke, Sandau ("Sachsengold); Günter Dahse, Wittenberge ("Holländer schwarz-weiß") oder Mario Kik, Osterburg ("Thüringer").

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