Das neue Sozialzentrum des DRK-Kreisverbandes Östliche Altmark in Osterburg wird später fertig als ursprünglich geplant. "In acht Wochen wollen wir mit unserer Kindereinrichtung dort einziehen", kündigte Victor Schellert vom DRK gegenüber der Volksstimme an

Osterburg l Seit knapp einem Jahr arbeiten Bauleute direkt in ihrer Nachbarschaft, Anfang Oktober können die "Sonnenschein"-Kinder die Räume im neu entstehenden DRK-Sozialzentrum in Beschlag nehmen. Davon gehen jedenfalls die Bauherren aus. "In etwa acht Wochen soll unsere Tagesstätte dort einziehen", kündigte Victor Schellert an. Nach Angaben des für das Controlling zuständigen Mitarbeiters des DRK liege man bei der rund 2,8 Millionen Euro teuren Investition rund vier Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Diese "leichte Verzögerung", so Schellert, sei hauptsächlich dem Umstand geschuldet, dass gegenwärtig eine große Nachfrage nach den einzelnen Gewerken herrsche. Soll heißen: Nicht alle Handwerker standen so schnell wie gedacht zur Verfügung. Mit dieser Situation habe sich auch das DRK beim Bau seines Sozialzentrums in der Biesestadt arrangieren müssen.

Fliesen werden verlegt und die Wände gestrichen

Während zwei in Osterburg ansässige Unternehmen in diesen Tagen an den Außenanlagen arbeiten und sich um die Fassade des an der Fröbelstraße gelegenen Gebäudes kümmern, herrscht auch im Inneren geschäftiges Treiben. Fachleute bringen dort unter anderem Fliesen an oder führen Malerarbeiten aus.

So rückt das 950 Quadratmeter große Haus Schritt für Schritt seiner Fertigstellung entgegen. Längst sind im Gebäude beispielsweise die vier Gruppen-Einheiten strukturiert. Jeweils zwei sind auf die Zwecke von Krippen- und Kindergartenknirpsen zugeschnitten. Mehrzweck-, Sport-, Bastel- und Werkraum werden zur Verfügung stehen, in der Einrichtung finden zudem zwei behindertengerechte Toiletten Platz. Zum Herzstück der auf eine Betreuung von maximal 80 Krippen- und Tagesstättenkindern ausgelegten Einrichtung avanciert ein 140 Quadratmeter großes Foyer nebst angrenzender Cafeteria. Das Foyer kann unter anderem als Schlechtwetter-Spielplatz dienen und in Verbindung mit der Cafeteria auch für Aufführungen und ähnliches genutzt werden. In der Cafeteria findet zudem eine Kinderküche Platz. Das Mittagessen der Knirpse wird dort aber nicht zubereitet. Denn im Gegensatz zur bisherigen Situation, in der das Mittagessen noch in der Tagesstätte gekocht wird, werden die Gerichte zukünftig angeliefert.

Nach den Vorstellungen des DRK-Kreisverbandes werden die Kita-Kinder und ihre Betreuerinnen aber nicht die einzigen Nutzer des Gebäudes bleiben. Auch der im November 2013 neu gegründete DRK-Ortsverein soll dort seine Aktivitäten entfalten. Dafür steht ihm mit der Cafeteria (plus Kinderküche), mit einem Sportraum sowie separaten Toiletten ein Bereich zur Verfügung, der von den übrigen Räumlichkeiten des Hauses abgetrennt werden kann und über einen Nebeneingang erreichbar ist.

Klar ist zudem: Mit der Fertigstellung und Einweihung des Sozialzentrums hat das bisherige Domizil der "Sonnenschein"-Tagesstätte ausgedient. Das im Jahr 1985 entstandene Gebäude soll abgerissen werden. Diesen Rückbau plant der DRK-Kreisverband für die Wintermonate 2014/15 ein, blickte Schellert voraus.

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