Osterburg (nim) l Abgesehen von Nebeneffekten wie dem üblen Geruch soll die Verunreinigung der Biese keine Gefahr für Menschen darstellen. Das habe die Analyse der am Donnerstag und Freitag durch das Gesundheitsamt gezogenen Wasserproben ergeben, informierte Ordnungsamtsleiter Matthias Frank am Montag. "In den Proben wurden leicht erhöhte Werte festgestellt. Die sind aber bei weitem noch kein Grund dafür, um beispielsweise das Biesebad zu sperren", sagte Frank. Zwischenzeitlich habe das Gesundheitsamt bereits eine weitere Probe aus dem Fluss entnommen. Deren Analyse soll morgen vorliegen.

Während nach aktuellen Erkenntnissen für Menschen kein Gesundheitsrisiko vorliegen soll, leiden die Flussbewohner massiv unter der Verschmutzung und dem Sauerstoffmangel. Dem Fischesterben wollten die jungen Tierfreunde Louisa und Constantin Maurer sowie Viviana und Elisa Mehl nicht tatenlos zusehen. Sie trotzten am Wochenende dem Gestank, um in Osterburg im Abschnitt zwischen der Schwiegermutter- und Schwiegervaterbrücke einige noch lebende Fische aus dem Fluss zu bergen. Die Tiere sollen nun in einem "Zwischenquartier" bleiben, bis sich der Zustand der Biese deutlich verbessert hat.