Gladigau (nim) l Mehrere Jahre war es nicht mehr in Betrieb, 2012 wurden die beweglichen Teile eines Stauwerkes im Augraben an der Gemarkungsgrenze zwischen Gladigau und Hagenau schließlich sogar abgebaut.

"Das Stauwerk hätte nach EU-Verordnungen eigentlich saniert werden müssen. Dies wäre aber sehr kostenaufwändig gewesen. Außerdem war nicht wirklich geklärt, wem das Bauwerk gehört und wer deshalb die Kosten der Sanierung übernehmen müsste", sagte Gladigaus Ortsbürgermeister Matthias Müller. Konsequenz: Auch die Gladigauer gaben ihr Einverständnis, im Auftrag des Unterhaltungsverbandes Milde-Biese sei die Demontage der beweglichen Teile Ende 2012 erfolgt. "Unser Einvernehmen zu dieser Maßnahme war allerdings an eine Voraussetzung geknüpft. An Stelle des Werkes sollte ein natürlicher Stau entstehen, damit das Wasser nicht zu schnell aus dem Augraben in die Biese abfließt", sagte Müller. Genau genommen plädieren die Gladigauer für eine Kaskadenlösung. Mit ihr könnte, verteilt über vier Stufen, ein natürlicher Stau in einer Höhe bis 60 Zentimetern geschaffen werden, der beispielsweise auch für Fische keine unüberwindbare Barriere darstellen würde.

Über die Kaskadenlösung sei man sich mit dem Unterhaltungsverband Milde-Biese eigentlich einig gewesen, "doch bis heute ist an der Stelle kein natürlicher Stau entstanden", sagte Matthias Müller. "Das ist ein richtiges Problem für die Ackerflächen und ganz besonders auch für den Fischbestand im Augraben, weil es der letzte Stau vor dem Einmünden des Grabens in die Biese ist", betonte der Ortsbürgermeister. Bislang habe man noch das große Glück gehabt, "dass wir in den zurückliegenden beiden Jahren keinen völlig trockenen Sommer verzeichneten. Die hat es aber auch schon gegeben. Und ohne einen Stau wird dann im Augraben kein Wasser mehr stehen", warnte Matthias Müller. Eine Situation, die der Gladigauer Ortsbürgermeister nicht erleben möchte. Müller setzt deshalb darauf, dass der Unterhaltungsverband Milde-Biese die Investition nicht auf die lange Bank schiebt. "Die Kaskadenlösung muss möglichst schnell kommen."