Mit Hochzeitssuppe, Musik, Tanz und Ausflugstipps präsentierte sich die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck am Freitag auf der "Grünen Woche" in Berlin.

Berlin/Goldbeck. Altmärkische Hochzeitssuppe war am Freitag ein Lockmittel, mit dem die Verbandsgemeinde die Besucher der "Grünen Woche" zu ihrer Präsentation an die Landesbühne lockte. Doch die Mannschaft um Bürgermeister Eike Trumpf hatte noch mehr zu bieten, stellte Land und Leute vor.

So wartete die Tanzgruppe Iden mit Volkstänzen auf, sang der Goldbecker Chor Heimatlieder, begeisterte die Blaskapelle Arneburg mit Swing und Jazz, legten die Tänzerinnen der Rochauer Carnevals Gemeinschaft einen Charleston aufs Parkett und führte die Werbener Theatergruppe "Altmärkisches Treibgut" das extra für den Berlin-Auftritt geschriebene Stück von den "Altmärker Stadtmusikanten" auf. "Insgesamt hatten wir um die 70 Leute auf der Bühne. Dazu weitere Helfer im Hintergrund", berichtete Karsten Rottstädt vom Organisationsteam der Verbandsgemeinde.

Zahlreiche Informationen zu Eigenarten der Region und touristischen Angeboten vermittelten Gesprächsrunden, moderiert von Fernsehjournalistin Heike Götz. Bürgermeister Trumpf, der Vorsitzender des Interessenvereins "Sternreiten in der Altmark" ist, verwies auf das Reitroutennetz in der Altmark, das mit einer Gesamtlänge von 1600 Kilometern das größte in Europa sei.

Kleinste Hansestadt der Welt im Blickpunkt

Auch die Rad- und die Wassertouristik wurden angesprochen. Darüber gab Mandy Hodum vom Tourismusverband Altmark Auskunft. Osterburgs Spargelkönigin Jennifer Heinl, die in Plätz zu Hause ist, berichtete über den Anbau des beliebten Edelgemüses in der Region.

Helga Kirstein und Werner Eifrig sowie Maik Braschwitz rückten die "kleinste Hansestadt der Welt" in den Blickpunkt: Werben. Kirstein und Eifrig gingen besonders auf die Biedermeier-Märkte ein, die sich zu Besuchermagneten entwickelt haben. Auch die Altmärkische Hochzeitssuppe kam auf die Bühne. Koch Michael Schrader von der Arneburger "Villa" verriet die Zutaten. Und natürlich durften die Besucher davon kosten und sich verzaubern lassen.

Bayern knapsen 20 Minuten ab

Schon für diese Spezialität dürfte sich der Weg zur Arneburg-Goldbeck-Schau für die "Grüne Woche"-Besucher gelohnt haben. Für die Altmärker war Berlin auf jeden Fall eine Reise wert. "Allen Akteuren hat es Spaß gemacht. Und wir haben Werbung für die Verbandsgemeinde gemacht", schätzte Trumpf ein, der anfügte: "Wir haben Werbung für die gesamte Altmark betrieben." Deshalb kann sich Trumpf eine Wiederholung vorstellen. "Darüber müssen wir uns im Verbandsgemeinderat unterhalten. Aber aus meiner Sicht war es eine lohnenswerte Sache."

Das sieht Rottstädt genauso, der sagte: "Auch wenn uns die Bayern, die vor uns auf der Landesbühne waren und zeitlich deutlich überzogen, 20 Minuten abgeknapst haben, hat sich der Aufwand gelohnt. Wir konnten auf uns aufmerksam machen und zeigen, was für ein liebenswertes Völkchen die Altmark ,besetzt‘ hat."

Trumpf, Rottstädt und die anderen Akteure der Präsentation hoffen, dass Neugier auf die Region und Appetit auf Altmärkische Hochzeitsuppe den einen und anderen in die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck locken. Vielleicht schon im Mai. Der Arneburger Arne Könnecke jedenfalls sprach in Berlin eine Einladung zum Altmärkischen Heimatfest aus, das die Elbestadt vom 13. bis 15. Mai ausrichtet.