Die Räte der Gemeinde Aland blickten auf ihrer Sitzung am Mittwochabend in Wahrenberg auf die angespannte Haushaltslage. Auch der 2014er Etat wird mit einem Defizit abschließen.

Krüden/Wahrenberg l Trotz intensiver Bemühungen, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten, bleibt der Gemeinde Aland mit seinen Hauptorten Aulosen, Krüden, Pollitz, Wahrenberg und Wanzer die Haushalts-Konsolidierung nicht erspart. Bereits seit 2012 befindet sich die Aland-Kommune in dieser finanziellen Schieflage. Auch mit dem Haushaltsplan 2014 wird ein struktureller Ausgleich zwischen Erträgen und Aufwendungen nicht möglich sein. Das Minus beträgt rund 200000 Euro.

Kämmerin Katrin Neuber lobte bei dem Treffen im Wahrenberger Dorfgemeinschaftshaus die Gemeinde für ihre Spar-Politik, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte, so dass das vorläufige Jahresergebnis mit einer roten sechsstelligen Zahl abschließt. Die Gemeinde um Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt könne sich jedoch nichts vorwerfen. Als Hauptursache für die erneute Verschlechterung der finanziellen Situation wird die enorme Belastung durch Kreis- und Verbandsgemeinde-Umlage angesehen. Allein hieraus entstehen der Gemeinde Aland gegenüber 2013 Mehraufwendungen von über 78000 Euro. Einen Anteil an der negativen Entwicklung besitzen auch die Schlüsselzuweisungen des Landes, die um 25000 Euro geringer ausfallen als im Vorjahr. Die angespannte Haushaltslage sorgt natürlich bei Hildebrandt und seinen Räten für reichlich Kopfschmerzen. Die Kommunalpolitiker haben sich einen straffen Sparkurs auferlegt, der bis fast an die Grenzen geht. Jedoch sollte für die Bürger in der Aland-Gemeinde das Leben noch lebenswert sein, so die Maxime des Rates, der am Mittwoch neben Neuber auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Robert Reck begrüßte. Ratsmitglied Lutz Mewes machte deutlich, dass er sich vehement gegen die Schließung von kommunalen Gemeinschaftshäusern oder Sportstätten wehrt. Dieser Meinung schlossen sich die anderen Anwesenden an. Die Gemeinde lehnt es außerdem ab, den steigenden Finanzbedarf in Form von Steuererhöhungen auf die Bürger abzuwälzen. So bleibt alles wie bisher: Die Grundsteuer A beträgt 200, die Grundsteuer B 300 und die Gewerbesteuer 280 von Hundert.

"Natürlich sind wir über diese finanzielle Entwicklung nicht erfreut. Aber wir haben nichts unversucht gelassen", betonte Hans-Joachim Hildebrandt. Die Gemeinde hat für diverse Vorhaben Spenden akquiriert; unternahm Bemühungen, Vermögen zu veräußern und setzte einige Maßnahmen dank der freiwilligen Unterstützung der Bürger und Unternehmen der Region um. Das Straßenlicht ist sogar von Mai bis September komplett abgeschaltet. "Mehr geht nicht."

Die Gemeinde hat im diesjährigen Etat unter anderem Gelder für die Erweiterung der Krüdener Heimatstube, für die Straßenbeleuchtung (zwei neue Lampen), für die Verlegung des Buswartehäuschens in Krüden und für den Ausbau von Bädern im Aulosener Block eingestellt.