Die Saison im Seehäuser Waldbad neigt sich dem Ende. Aber auch wenn sich im Schwimmbecken ab September keine Gäste mehr tummeln, wird auf dem Gelände reges Treiben herrschen.

Seehausen l "Das Entscheidende ist, dass es vorwärts geht." Walter Fiedler blickt stolz auf die bereits fortgeschrittenen Arbeiten im Seehäuser Waldbad. Der Vorsitzende des Fördervereins denkt jedoch auch schon an weitere notwendige Aufgaben. Ein Millionen-Projekt ist erforderlich, um die Stätte zukunftsfähig zu machen.

Ein Teil der neuen Umkleidekabinen ist bereits kurz vor der Fertigstellung. Und auch bei den Sanitäranlagen ist ein Ende absehbar. Die beliebte Freizeitstätte in der Alandstadt, die auch in dieser zu Ende gehenden Saison von vielen Seehäusern und Badehungrigen aus dem Umland zur Erfrischung genutzt wurde, unterzieht sich einer Renovierungskur, wobei das aktuelle Vorhaben nur die erste Etappe auf dem Weg zu einer modernen Badestätte sein soll. Walter Fiedler und die 75 Fördervereinsmitglieder haben ein ehrgeiziges Ziel: Das Waldbad mit einem neuen Becken ausrüsten.

Das Projekt liegt bereits in der Schublade des 70-Jährigen, der es sich zu seiner Hauptaufgabe erklärt hat, das Bad für die Zukunft zu sichern. "Wir haben einen brauchbaren Vorschlag, auf den man aufbauen kann. Er könnte als Grundlage für die spätere Maßnahme dienen", hofft Fiedler. Das Vorhaben ist fast schon überlebenswichtig. Deshalb sei es notwendig, "entsprechende Resonanz zu finden. Es muss die Einsicht vorhanden sein, dass man so ein Objekt nicht einfach dicht machen kann." Fiedler ärgert sich über Gerüchte, die besagen, dass der Freizeiteinrichtung ab der kommenden Saison das Aus droht. Der Waldbad-Vorsitzende ist zuversichtlich, dass die traditionsreiche Badeanstalt noch viele Jahre für die Besucher öffnen wird.

Spendensammlung brachte 3000 Euro

Sein Optimismus liegt begründet in der Unterstützung aus der hiesigen Region. An der in diesem Sommer durchgeführten Umfrage beteiligten sich rund 1000 Personen, die mit ihrer Unterschrift die große Bedeutung dieses Bades bekundeten und sich eindeutig für dessen Erhalt aussprachen. Und auch die Resonanz auf die Spendensammlung ist sehr hoch. Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag verkündete Fiedler eine Summe von rund 3000 Euro, die spontan aus den Reihen der Seehäuser Stadträte mit Beifall bedacht worden war. Diese Summe fließt in das Spielplatz-Projekt: Zur neuen Saison soll der Bereich mit jeweils einer Doppel-Schaukel und -Wippe bereichert werden.

Auf die Unterstützung der Verbandsgemeinde, die sich an den Betriebskosten mit 25000 Euro beteiligt, können die Waldbad-Förderer und die Hansestadt Seehausen ebenfalls bauen. Für das große Vorhaben benötigen sie jedoch Fördermittel. Der Vorsitzende spricht von einer Investition, die zwischen zwei und 2,5 Millionen Euro liegen wird, um das 76 Jahre alte Schwimmbecken durch ein neues zu ersetzen.

Dass der Betrieb im Waldbad zu den freiwilligen Aufgaben einer Kommune zählt und in Zeiten klammer Kassen jede Haushaltsposition unter besonderer Beobachtung der Kommunalaufsicht steht, macht die Aufgabe, die Einrichtung zu erhalten, für die Förderer und die Stadt nicht einfacher. Der erste Schritt zu einer modernen Stätte ist jedoch mit der Erneuerung des Sanitärbereiches getan. Die Arbeiten werden sich über die Saison, die am Sonntag, 31. August, enden wird, hinaus ziehen.

Bilder