Jugendfeuerwehrwart Thomas Pefestorff zieht ein positives Fazit des Jugend-Zeltlagers mit fast 100 Beteiligten. Der Feuerwehr-Nachwuchs verlebte abwechslungsreiche Tage in Werben.

Osterburg l Auf dem in idylischer Natur gelegenen Gelände des Werbener Schwimmbades, zu dem auch ein Campingplatz zählt, schlugen die Teilnehmer des von der Osterburger Feuerwehr organisierten Camps ihre Zelte auf.

Von Donnerstag bis Sonntag standen Spiel und Spaß auf dem täglichen Zeltlager-Programm. Unter den rund 100 Kindern und Jugendlichen mehrerer Jugendfeuerwehren der Einheitsgemeinde Osterburg, aber auch befreundeter Wehren, mischte sich eine aus 14 Betreuern und Jugendlichen bestehende Gruppe aus der Osterburger Partnerstadt Wielun. Deren Bürgermeister Januscz Antczak nahm sogar die über 600 Kilometer lange Reise auf sich, um dem polnischen Tross und den Verantwortlichen einen Besuch abzustatten, was auch Osterburgs Jugendfeuerwehrwart Thomas Pefestorff nicht nur überraschte, sondern auch freute. Für einen Tag konnte sich Antczak vom abwechslungsreichen Angebot, das von Nachtwanderung über Quadfahren bis hin zum Neptunfest reichte, überzeugen. Die polnischen Gäste, die ihre rot-weiße Fahne auf dem Gelände vor ihren Zelten befestigten, fühlten sich pudelwohl und hatten ihren Spaß, was bedeutet, dass sie gerne wiederkommen würden, wie Piotr Rachwalski, einer der Betreuer, betonte.

Für nicht ausgeschlossen hält es Pefestorff, dass sich eine Gruppe der Osterburger Feuerwehr-Jugend auch in Richtung Wielun aufmacht. "Eine Einladung haben wir schon." Schon traditionell begehen auch die Polen in ihren Sommerferientagen ein größeres Zeltlager, das sich über zehn Tage hinzieht, wie Pefestorff berichtete. Und so könnte auch eine Partnerschaft zwischen den Jugendlichen der Jugendwehren und somit auch zwischen Verantwortlichen beider Feuerwehren entwickeln, wie es beispielsweise bei den Handballvereinen oder zwischen dem Markgraf-Albrecht-Gymnasium und dem Lyzeum schon praktiziert wird.

Die Partnerschaft mit Wielun steht nicht nur auf dem Papier. Das wird auch am kommenden Wochenende deutlich. Dann wird eine Abordnung aus Osterburg an der Gedenkfeier anlässlich des Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren in Wielun teilnehmen. Am 1.September 1939 fielen die ersten Bomben auf Osterburgs Partnerstadt. Neben Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz werden unter anderem auch Amtsleiterin Anke Müller und Frank Hoche, Leiter der Museen des Landkreises, die Reise antreten.

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