Seehausen (ama) l Kaum zu glauben, die Mitarbeiterinnen des IB-Jugendfreizeitzentrums Seehausen sind schon mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt. "Das machen wir nur, wenn zwischendurch Luft ist", erklärte die Hausleiterin Cornelia Feger schmunzelnd und spielte damit auf Sterne an, die ihre Kolleginnen gerade ausschnitten.

Geförderte Betreuer sind eine große Hilfe

Tatsächlich gibt es schon einige Anmeldungen von Schulen für das traditionelle Weihnachtsbasteln, und Feger rät auch anderen interessierten Einrichtungen, sich bald unter der Telefonnummer 039386/52349 anzumelden.

Wie gut, dass sie die früheren Ein-Euro-Jobberinnen Viola Kortz und Karin Kratzke dank EU-Förderprogramm "Aktiv zur Rente Plus" an ihrer Seite hat. So ist die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Stendal um zwei interessierte Mitarbeiterinnen reicher. "Den Bezug zu uns haben sie sowieso nie verloren", betonte Cornelia Feger, "dadurch sind wir mit den zwei Ein-Euro-Jobbern im Moment gut bestückt."

In den Ferien begaben sich neben Hortkindern aus Groß Garz auch die Mädchen und Jungen der Kita Klosterschulplatz und des Grundschulhorts Seehausen auf Schatzsuche, die organisiert sein wollte. Am liebsten essen die Kinder nach dem Spielangebot Nudeln und Tomatensoße, weiß die Leiterin des Freizeitzentrums.

"Im vergangenen Jahr haben wir ja in den Ferien mal die Kinder entscheiden lassen, was sie unternehmen wollen. Diesmal gab es wieder Angebote von uns", berichtete Feger weiter. Besonders gut kamen die Besuche der Verkehrswacht, die Bastelstunden und die Grillnachmittage an. Der nächste ist am morgigen Freitag ab 15Uhr vorgesehen. Am Dienstag, 26. August, steht ein Dartturnier auf dem Programm.

Ganz traditionell kamen in diesem Sommer die Tschernobylkinder in die Einrichtung. "Wir haben mit ihnen Gipsbilder bemalt und Bilderrahmen gebastelt", erzählte Cornelia Feger, "aber sie lassen sich auch gern schminken. Auf jeden Fall haben sie sich über die Abwechslung sehr gefreut und uns zum Abschied zwei Lieder in russischer Sprache gesungen." Für die weitgereisten Kinder war die neue Farbe in der Einrichtung eine Überraschung, denn beide Bastelräume im unteren Bereich waren zum 20-jährigen Bestehens gemalert, der Fußboden erneuert, der Saal ausgebessert und Gardinen erneuert worden. "Das sieht doch viel frischer aus", schwärmt Cornelia Feger.

Jugendliche wollen gern auch mal nur entspannen

Und was machen die Stammgäste, die Jugendlichen, gern im Haus?. "Entspannen", sagte Sara Märtens. "Einfach mal quatschen, zu Hause rauskommen", fügte Alexandra Böttcher hinzu. Zwischendurch darf es auch mal Fußball, Federball und Tischtennis sein.

Das Jugendfreizeitzentrum ist täglich von 13 bis 21 Uhr, freitags bis 22 Uhr, 14-tägig samstags 14 bis 22 Uhr geöffnet.