Obwohl der Sommer in den nächsten Tagen noch einmal kurz zurückkommen soll, ist die Saison im Seehäuser Waldbad nach einem Vierteljahr schon wieder beendet. Grund genug für den Vorstand des Fördervereins, seine Mitglieder noch einmal zusammenzutrommeln.

Seehausen l Nach der Saison ist vor der Saison. Das wurde am Montagabend deutlich, als Vereinsvorsitzender Walter Fiedler nicht ganz unzufrieden am Ort des Geschehens auf einen durchwachsenen Sommer ("das ist in Deutschland nun mal so") zurückblickte, ohne Besucherzahlen zu nennen und schon Pläne für die Zukunft schmiedete.

So können die Gäste des Bades im kommenden Jahr wieder die frisch renovierten sanitären Anlagen nutzen, die in diesem Jahr nicht mehr rechtzeitig fertig wurden, weil es Verzögerungen beim Baustart gegeben hatte, so Bürgermeister Detlef Neumann. Der dabei auf die fertigen Kabinen wies, die die Vereinsmitglieder und Gäste am Montag schon einmal in Augenschein nehmen konnten. Fiedler hält das Werk, für das vor allem einheimische Firmen vom Dachdecker, über Tischler, Elektriker, Fließenleger oder Maler (um nur einige zu nennen) verantwortlich zeichneten, deshalb für so gelungen, weil der alte Charme erhalten blieb. So auch die alten, aufgearbeiteten Türbeschläge, die mit 76 Jahren mittlerweile so betagt sind wie das Waldbad selbst. Weil aus zwei Kabinen eine gemacht wurde, ist jetzt zudem ausreichend Platz zum Kleiderwechseln vorhanden. Angesichts des Zwischenergebnisses ist Fiedler optimistisch, dass die Duschen, Toiletten und der Wickelraum ähnlich repräsentativ werden.

Übergabe im September

Die endgültige Fertigstellung ist Mitte des Monats geplant. Dann soll es einen offiziellen Termin geben, bei dem auch die Leader-Aktionsgruppe Altmark einbezogen wird, weil mit deren Hilfe die entsprechenden Fördermittel akquiriert wurden. Nicht nur der Vereinsvorsitzende wünscht sich, dass es so kontinuierlich weiter gehen könnte.

Der Förderverein, soviel steht fest, will seinen Beitrag für die Attraktivität des Naherholungszentrums weiter leisten. Der nächste Arbeitseinsatz soll schon am Sonnabend, 13.September, auf dem Areal im Schillerhain über die Bühne gehen. Dann sind von 9 bis 12 Uhr einmal mehr nicht nur helfende Vereinsmitglieder willkommen. Am Rande der Abschlussveranstaltung gab es auch die Anregung, derartige Einätze vielleicht alle vier Wochen zu starten. Und zwar mit dem Tenor: lieber einmal öfter, dafür leichter arbeiten.

Apropos leicht: Leicht haben es sich einige Zeitgenossen gemacht, die das liebevoll gepflegte Hochbeet vor dem Bad plünderten und mit ihrem Pflanzenklau die ehrenamtliche Arbeit anderer missachten, so Walter Fiedler.

Die besonders fleißigen Helfer bekamen vom Vorstand eine kleine Anerkennung. Und weil viele Vereinsmitglieder fleißig waren, gab es viele Anerkennungen. Ehrungen gab es dazu für die aktivsten Schwimmer, die für ihre teils beachtlichen Leistungen mit Wanderpokalen ausgezeichnet wurden.

 

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