Der zu kleine Speisesaal hat ausgedient, eine neue Mensa ist noch Zukunftsmusik. Die Schülerschar des Osterburger Gymnasiums muss deshalb erst einmal ausweichen - in den Container.

Osterburg l In einem aus zwölf Containern (jeder 6 mal 2,50 Meter großen) bestehenden Komplex, der an die Sporthalle auf dem Hof der Osterburger Bildungsstätte angrenzt, nehmen die Schüler des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums ab morgen zum Schulstart ihr Mittagessen ein. Gestern rollten die Elemente an, die der Kran einer Magdeburger Firma an dem Standort platzierte und die anschließend von zwei Mitarbeitern eines Unternehmens aus Mittenwalde (Brandenburg) weiter zusammengebaut wurden.

Die Gymnasiasten müssen in die Container ausweichen. Der Speiseraum in dem Gebäude wurde als viel zu klein eingestuft und im Zuge der brandschutztechnischen Ertüchtigung umgerüstet. Gudrun Stannull, Leiterin des Hochbauamtes beim Landkreis, ist davon überzeugt, dass es zu keinen Nachteilen kommen wird. Container hätten sich als Unterrichts-Alternative bewährt, und eine Essensversorgung sei dort auch ohne weiteres möglich. Sie machte jedoch auch unmissverständlich klar, dass dies nur eine Übergangslösung ist. "Wir haben sie erst einmal für anderthalb Jahre vorgesehen." Sowohl die Verantwortlichen beim Landkreis als Träger der Einrichtung als auch das Pädagogen-Team um Schulleiterin Elke Hein wünschen sich eine neue Mensa auf ihrem Gelände. Stannull knüpft große Hoffnungen an das neue Stark-III-Programm. Aber erst einmal dienen die Container, die natürlich auch mit Heizungen ausgerüstet worden sind, als Ausweichstätte.