Osterburg l Acht Mitglieder der Jugendfeuerwehr Osterburg begaben sich am Freitagnachmittag im Kreismuseum auf Bildungsreise. Thema war die Ausstellung zum I. Weltkrieg. "Ihr seid hier, damit ihr wisst, was das bedeutet: Krieg", betonte Osterburgs früherer Stadtwehrleiter Dieter Engel. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Jugendwart Gabor Vinzelberg hatte er die 10- bis 16-Jährigen zur Geschichtsstunde geführt.

"Der I. Weltkrieg war die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Die Grenzziehungen in den arabischen Ländern haben viele Probleme zur Folge", stellte Museumsleiter Frank Hoche klar und spielte anschließend auf fanatische Religionsführer an. Weiterhin informierte er, dass rund 300 Originalobjekte - teils Leihgaben von Familien, teils Museumsbesitz - in der Ausstellung zu sehen wären.

"Wichtig war mir, Osterburg im Frieden zu zeigen, 1913/14, die Stadt im Aufschwung, bevor der Krieg ausbrach. Die Gefallenentafel der Nicolaikirche ist seit dieser Ausstellung übrigens Dauerleihgabe", erklärte Hoche. Die Kinder erfuhren darüber hinaus, dass die Osterburger Feuerwehr im II.Weltkrieg im Einsatz war, als Magdeburg unter Beschuss lag und gelöscht werden musste.

300 Originalobjekte

"Ich finde die Ausstellung sehr interessant", sagte Julia Warnstedt aus der 9. Klasse. Hoche erinnerte derweil daran, dass Osterburgs Partnerstadt Wielun die erste polnische Stadt war, die zum Ausbruch des II.Weltkrieges angegriffen wurde. Zuletzt waren die jungen Feuerwehrleute aus Osterburg mit Wielunern beim Jugendzeltlager in Werben zusammengekommen. Im nächsten Jahr, erzählte Julia Warnstedt, fahren einige aus ihrer Klasse hin. "Es ist wichtig, Vorurteile abzubauen und Austausch zu pflegen", so Hoche abschließend.

Die Tagung des Altmärkischen Heimatbundes zum Thema "Heimat im Krieg" setzte am Sonnabend mit Lesungen aus Dokumenten aus Meßdorf und Späningen den Schlusspunkt unter die Ausstellung zum I.Weltkrieg.