Osterburg (nim) l Seit Anfang 2010 wird im Osterburger Ordnungsamt an einer Risikoanalyse und einem daraus resultierenden Feuerwehr-Bedarfsplan für die Einheitsgemeinde gearbeitet. Nun nähert sich das Strategiepapier seiner Vollendung, teilte Ordnungsamtsleiter Matthias Frank während der Sitzung des Sozial- und Ordnungsausschusses in dieser Woche mit.

Die Unterlagen, die unter anderem Aufschluss über den Ist-Zustand der Einheitsgemeinde, die Wehren und ihre Ausstattung sowie die Qualifizierung der Brandbekämpfer geben und in einem darauf aufbauenden Bedarfsplan über erforderliche Investitionen in die Feuerwehren informieren, sollen in wenigen Tagen zur Prüfung an die Fachbehörden des Landkreises übergeben werden. "Das ist jetzt möglich, obwohl die Arbeiten an dem Papier noch nicht gänzlich abgeschlossen sind", erläuterte Frank. Der Ordnungsamtsleiter kündigte in diesem Zusammenhang an, dass die Risikoanalyse vermutlich in der zweiten Oktoberhälfte den Stadträten sowie den Feuerwehren der Einheitsgemeinde vorgestellt werden kann.

Kritisch äußerte sich Heiko Fischer. Der SPD-Stadtrat wies auf den langen Zeitraum hin, der bis zur Fertigstellung der Risikoanalyse verstrichen sei. Gleichzeitig würden seiner Ansicht nach dringliche Investitionen wie die Beseitigung von Mängeln am Erxlebener Feuerwehrgerätehaus auf sich warten lassen, sagte er. Bürgermeister Nico Schulz verwies dagegen darauf, dass die Osterburger Einheitsgemeinde die Risikoanalyse komplett in Eigenregie zusammengestellt und erarbeitet habe. "Im Gegensatz zu anderen Kommunen, die externe Büros verpflichteten, haben wir darauf verzichtet und dieses Geld eingespart", betonte er.

Die Risikoanalyse ist auch Ursache dafür, dass in der jüngeren Vergangenheit keine größeren Investitionen in das Erxlebener Gerätehaus oder in andere Stützpunkte der Feuerwehren getätigt wurden. Das soll erst wieder erfolgen, wenn Analyse und Bedarfsplan stehen und somit Klarheit über die Zukunftsfestigkeit der einzelnen Standorte herrscht.