Flessau (igu) l Im Kampf um den Anschluss an das zentrale Abwassernetz erhoffen sich die Flessauer nun Unterstützung von Bundestagsmitglied Katrin Kunert (Die Linke).

Bei der Einwohnerversammlung am Montagabend in der Flessauer Gaststätte Bauermeister sicherte Kunert zu, dass sie mit Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz und Wasserverbands-Geschäftsführer Dieter Schröder Gespräche führen will. "Das ist schon ein dickes Brett", kommentierte das Bundestagsmitglied die Ausführungen von Ortsbürgermeisterin Silvia Böker, Ilona Muhl, Helga Schmundt, Horst Janas und anderen Einwohnern. Sie blickten nochmal kurz zurück und erinnerten an das Versprechen des Wasserverbandes Stendal-Osterburg (WVSO), dass der Ort abwasserseitig zentral ans Netz kommen sollte. Im Juli erhielten 52 Grundstückseigentümer die Nachricht, dass dies nicht passiert. Folge: Sie müssen ihre Kleinkläranlagen neu umrüsten oder neu bauen lassen. Eine Alternative wäre die Druckentwässerung, in denen das Schmutzwasser eingeleitet und von dort aus mit Pumpen ins Druckleitungsnetz eingebracht wird. Willi Rehhagen machte dazu Ausführungen, sprach von Kosten ab 3800 Euro. Aber solch ein Vorhaben "steht erstmal nicht zur Debatte", sagte Petra Tesching, Abwasserleiterin beim WVSO.