Osterburg. l Zum 23. Mal heißt es seit Sonnabend im Kreismuseum in Osterburg "Denkstößiges". Bis zum 19. Oktober sind 339 Arbeiten von Schülern des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums zum Thema "Junge Kunst" zu sehen. "Mehr geht nicht", betonte Museumsleiter Frank Hoche bei der Ausstellungseröffnung und dankte den Kunsterziehern für deren Hilfe. Angelika Trösken, die außerdem die Theatergruppe leitet, gestaltete den Auftakt mit Nonsens-Gesprächen der Jugendlichen und einer Erklärung zum Aufbau 2013/2014 entstandenen Arbeiten.

Nofretete mal anders

So wird der Eingangsbereich von den 5. bis 7. Klassen bestimmt, zeigt Bilder im Hundertwasser-Stil, bunte Schmetterlinge, Häuserfronten und Porträts. "Nofretete" war das Thema der 9. Klassen und schmückt eine Wand im ersten Raum. Besonderer Blickfang sind außerdem die Werke, die Werbung mit Kunst verbinden. "Schrei vor Glück - Zalando" ist auf dem Bild einer Kopie von Edvard Munchs "Der Schrei" zu lesen. Eine kubistische Sichtweise auf das Gymnasium, das heißt, die Rückbesinnung auf geometrische Formen, dominiert den hinteren Teil des Raumes, ebenso wie Stillleben impressionistischer Art. Den Abschluss bildet das Thema "Ein Haufen von...", wobei sich die Schüler an schönen Dingen orientierten, wie zum Beispiel Äpfel. Während an den Seiten zu Füßen der Werke Schuhe aus Ton aufgereiht sind, steht mitten im Raum eine Vitrine mit Blumentöpfen und Windlichten und eine weitere mit Mini-Modellen des "Bodypaintings". So weit ein Auszug. "Kunst darf gefallen, aber nicht da stehen bleiben", merkte Angelika Trösken an und wies auf Picassos "Guernica" hin, das Bild des schreienden Pferdes und damit auf den Aufschrei der Bevölkerung im 1.Weltkrieg. Die 12.Klasse hatte sich mit Dadaismus und Krieg auseinandergesetzt und damit einen weiteren Raum gestaltet.

"Eingepackter Ausbruch"

Nach so viel Werkschau ging es auf den Museumshof, wo die Theatergruppe des Gymnasiums das Stück "Eingepackter Ausbruch" aufführte. Für die Befreiung aus den Zwängen gab es begeisterten Applaus.

Zeit für die Preisverleihung. Die ehemalige Kunsterzieherin Margret Hoffmann besprach dabei in Vertretung des Fördervereins des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums die prämierten Arbeiten: Lea Bredin hatte mit Schuh, Sonnenblume und ihrer kubistischen Teekanne begeistert, Helene Tinneberg (5. Klasse) beeindruckte mit einem Schmetterling, den sie auf verschiedenfarbige Grüntöne setzte. Für das Pappmaché-Pferd von Guernica wiederum verdienten sich Antonia Knitter, Karolin Krüger und Katja Menots den Preis. Klara Seifert (für fünf Arbeiten) und Annelie Sommerfeld (für das Plakat "Denkanstößiges") bekommen ihre Urkunden nachträglich. Zuletzt überreichte Trösken Manfred Weber eine Spardose für den Freundeskreis.

   

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