Osterburg l Ein kleines Jubiläum nahmen die Sängerinnen der Singegruppe der Osterburger Volkssolidarität am Donnerstag zum Anlass für eine gemütlichen Nachmittag in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität, wo sie die Gastlichkeit von Hausherrin Elke Hartmann und deren Mitarbeiterinnen genossen. "15 Jahre sind wir nun zusammen", sagte Ludmilla Quack, die die Gruppe leitet. "Im April 1999 hatte mich die damalige Leiterin der Begegnungsstätte, Ute Hoffmann, gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, mit interessierten Seniorinnen und Senioren gemeinsam zu singen. Ich konnte es, und damit schlug die Geburtsstunde der Singegruppe der Volkssolidarität Osterburg."

Man wollte kein Chor sein, der nach Höherem strebt, sondern einfach singen, weil es Freude macht, machte Ludmilla Quack deutlich. Und das sei bis heute so geblieben. Man merkt es der 75-Jährigen an, dass sie mit Liebe bei der Sache und bemüht ist, Lücken in den Reihen, die alters- und krankheitsbedingt entstehen, immer wieder zu schließen, wobei sie auch dabei die Unterstützung ihrer Sängerinnen hat, die für die Gruppe werben. Schließlich hebt Singen im Alter auch das Wohlgefühl. Derzeit sind es 21 Sängerinnen im Alter ab 60 plus. Eingeladen zu der kleinen Feier und gekommen waren auch ehemalige Mitglieder wie Irmgard Bornemann, Anneliese Landes, Ilse Hellbach und Wilma Heidke. Natürlich galt die Einladung auch für Ute Hoffmann als Ideengeberin. Von den Gründungsmitgliedern hatten sich neben Anneliese Landes auch Annemarie Nebrich und Gerda Streuer eingefunden.

"Unseren ersten öffentlichen Auftritt hatten wir 1999 beim Erntedankfest der Volkssolidarität", erinnerte sich Ludmilla Quack. Die Pflege des volkstümlichen Liedgutes liegt der Singegruppe am Herzen, und dementsprechend hat sie auch ihr Repertoire gestaltet, wobei Feste im Jahreslauf natürlich ebenfalls Beachtung finden. 2003 nahm die Gruppe zum ersten Mal an einem Chortreffen der Volkssolidarität des Landesverbandes Sachsen-Anhalt teil; zwar nur im Zuschauerraum, "aber der Tag war schön, und das Singen der Chöre war überwältigend und für uns sehr lehrreich", blickte Ludmilla Quack zurück.

"Ab 2005, damals in der Lutherstadt Wittenberg, traten wir mit einem eigenen Programm auf, dann 2007 in Halle, 2009 in Tangermünde, 2011, nun mit einheitlicher Kleidung - weiße Blusen, schwarze Röcke bzw. Hosen und lila Tücher - in Quedlinburg und 2013 erneut in Halle. Es war immer sehr schön, und obwohl wir gegenüber anderen Chören nur eine kleine Singegruppe waren, bekamen wir viel Beifall. Das stärkte natürlich unser Selbstwertgefühl uns Selbstvertrauen."

Aus vielen Presseberichten über die Arbeit der Singegruppe hatte die Leiterin eine kleine Chronik zusammengestellt, in der die Sängerinnen und Gäste am Donnerstag mit Interesse blätterten.