Wie im Taubenschlag ging es am Freitagnachmittag in der DRK-Kindertagesstätte "Sonnenschein" in Osterburg zu.

Von Astrid Mathis

Osterburg l Neugierig drängten sich Jung und Alt in die Einrichtung, die am Vormittag feierlich eröffnet worden war (wir berichteten).

"Ich find\'s einfach toll", schwärmte Leiterin Karola Lashagen, als sie die strahlende Menschenmenge um sich sah. "Für die Kinder war es schon interessant, den Bau zu verfolgen, und jetzt mit den Eltern herzukommen, ist noch aufregender." Mit neun Erziehern und 80 Kindern in vier Gruppen geht heute das Leben im neuen Gebäude los. Den Eingang schmückt eine Tafel, auf der sich die Mitarbeiter für die Hilfe beim Umzug bedanken. Vor einer Woche hatten vor allem die Väter mitangepackt und Kisten in das neue Haus geschleppt.

Uwe Scholkmann lobte: "Es ist alles sehr schön und farbenfroh geworden." Chantale Engel, die inzwischen die 3. Klasse besucht, kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. "Der Wahnsinn", schwärmte Jennifer Braun, deren Tochter Luise in die Kita geht und ab jetzt zur großen Krippengruppe zählt, "die Räume so hell, die Toiletten so drollig! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wir freuen uns sehr." Elisa (14) und Juliane Dinter (22) waren früher in der Kita ein- und ausgegangen. Ihnen gefällt das Moderne. "Man hat ein gutes Gefühl, wenn man sein Kind hier lässt", fügte Mutter Heike hinzu. "Einfach alles" gefällt Wiebcke Jabke. Ihr Töchterchen Emma, das zu den Kindern gehört, das sich in den neuen Räumlichkeiten wohl fühlen kann, wollte gar nicht nach Hause.

Natur und Wissenschaft, Theater und Musik

Mitarbeiterin Bärbel Mikutta war derweil ins Gespräch mit Gabi Schernikau vertieft. 40 Jahre arbeitete Schernikau in der Kita: "Da können einem die Tränen kommen, so schön ist das. Das haben wir uns erträumt." Die Helligkeit und die dezenten Farben haben es ihr angetan und "dass sich die Kinder hier so locker bewegen können."

Jede Gruppe hat ihren eigenen Bereich. Für die zwei Krippenkindergruppen ist alles fein abgestimmt und altersgerecht zum Sicherfühlen und Spaßhaben. Natur und Wissenschaft spiegeln sich in der Raumgestaltung bei den Größeren ebenso wider wie Theater und Musik. "Wir hatten Mitspracherecht und haben jetzt sogar einen eigenen Lagerraum", bemerkte Bärbel Mikutta, die sich mit Gabi Schernikau an die alten Schränke und die Umständlichkeit erinnerte. Luca Hußfeldt (14) war neugierig, weil seine Schwester die Einrichtung besucht, und kam mit Kumpel Nourdine Yildirim aus Osterburg. Dieser meinte: "Es ist schick und modisch geworden. Sie haben was aus dem Geld gemacht. Auch das Essen schmeckt gut. Hier würde ich einziehen."

Die Erzieherinnen hatten fleißig gebacken und auch Tomatenspieße und deftiges Essen aufgetafelt. Dort, wo das Buffet stand, sollen noch Trinkbrunnen und Kletterwand kommen.

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