Die Mädchen und Jungen der Kita "Am Räuberberg" in Bretsch konnten es kaum abwarten. Pünktlich zum Bauernmarkt weihten sie ihren Verkehrsparcours ein - den ersten einer Kita im Landkreis Stendal.

Bretsch l Die Idee, Kindern in Bretsch auf spielerische Weise Verkehrsregeln beizubringen, kam mit der Geburtsstunde des Fördervereins vor zwei Jahren. Schließlich fehle es dafür im Dorf nicht nur an Zebrastreifen. Um so mehr freute sich die Vereinsvorsitzende Andrea Dieckmann, mit dem Bürgermeister der Altmärkischen Höhe Bernd Prange und den Kindern nun das rot-weiße Band durchzuschneiden. Auch für die Kita-Leiterin Nikola Passlack war das ein besonderer Moment, denn seit sie die Führung der Einrichtung von Dörte Schulze am 1. August übernahm, konnte sie sich auf die engagierten Mitglieder des Fördervereins verlassen.

Verkehrsdetektive auf Tour

16 Schilder spendete das Rittergut Bretsch. Dazu gab es von Frank Wiese und Familie Muhl Warnwesten mit der Aufschrift "Verkehrsdetektiv". "Wir wollen den Verkehrsparcours auch anderen Kindergärten zur Verfügung stellen", betonte Nikola Passlack, "und möchten uns bei allen Sponsoren herzlich bedanken, bei jedem einzelnen, der uns unterstützt hat."

Bernd Prange überraschte die Kinder nach ihrem musikalischen Programm als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit bunten Luftballons, an die Zettel mit Namen der 17 Mädchen und Jungen festgeknotet waren. "Ganz dolle festhalten", hörten sie die Erwachsenen sagen. Dann ließen sie die Ballons in die Luft steigen, wobei sich allerdings einige im Baum verfingen. Auf der Seniorenweihnachtsfeier will der Bürgermeister auswerten, bei wem aus der Region ein Ballon landete. Sascha Wunderlich hatte Trost parat: Die Tauben von André Pengel aus Dewitz kündigte er als Glücksbringer an. Mit denen gab es auch kein Verhaken.

Während die Kinder nun endlich ihre Fahrzeuge aus dem Schuppen holten und die Warnwesten anzogen, sahen sich die Gäste auf dem Gelände um. "Hut ab!" lobte Hannelore Pollex, die aus Interesse am Dorf selbstverständlich zur Eröffnung des Parcours gekommen war. Ihre Enkel sind nämlich schon lange dem Kindergarten entwachsen.

Herbstdeko zu verkaufen

Auf dem Kinderbauernmarkt, der gleichzeitig Abschluss der Herbstwoche in der Kita war, gab es aber noch mehr zu sehen und einiges zu kaufen. Neben Bastelarbeiten wie Filz-Schlüsselanhänger und Fensterdekoration boten die Kinder Marmelade, Brot, Käse und Gemüse an. Für den kleinen Hunger waren Schnittchen, Kuchen, Kürbissuppe und Bratwurst vorbereitet. Mit vollem Einsatz waren Eltern, Erzieher und Mitglieder des Fördervereins dabei, damit sich die Gäste rundum wohl fühlten. "Das ist ein Gesamtwerk", erklärte die Kita-Leiterin stolz.

Wie es sich für einen richtigen Bauernmarkt gehört, sorgten auch Handwerk und Tiere für Abwechslung. Jens-Peter von Wiegen zeigte Kindern, wie er Steine bearbeitet und Kettenanhänger entstehen. Stefan Horzetzky brachte wiederum einen Schwung Hühner, Kaninchen und Tauben aus seiner Zucht mit und verriet: "Die Eier haben wir im Internet bestellt und mit Brutmaschine ausbrüten lassen."

 

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