Osterburg l Zum 24. Schießwettbewerb um den "Wanderpokal Deutsche Einheit" der Stadt Osterburg - seit 1990 in ununterbrochener Folge - hatte die Schützengilde zu Osterburg von 1707 zu Sonnabend Freunde des Schießsports auf ihren Schießstand am Fuchsbau eingeladen. Der Wanderpokal war seinerzeit von der Stadt Osterburg gestiftet worden.

Am Mannschafts- und Einzelwettkampf beteiligten sich 14 SchützenInnen aus vier Schützenvereinen. Allerdings hätte sich Vereinschef Ulrich Bauer eine bessere Beteiligung gewünscht.Startberechtigt waren versicherte Mitglieder des Deutschen Schützenbundes (DSB), ausgewiesen durch einen gültigen Schützenpass. Geschossen wurde in der Disziplin KK-Sportpistole, 30 Schuss Präzision, wobei dem Schützen fünf Probeschüsse gewährt wurden. Bei gleicher Ringzahl entschied das bessere Trefferbild. Leiter des Schießens war Ulrich Bauer, die Standaufsicht hatte Detlef Koeppen, und die Teilnehmerlisten führte Olaf Meser, der gleichzeitig für die Patronenausgabe zuständig war.

Es gab eine Mannschafts- und eine Einzelwertung; jeweils drei Schützen bildeten ein Mannschaft. Gewertet wurden neben den Mannschaften - Schützengilde Osterburg, Schützengilde Seehausen und Schützenverein Möringen - Einzelschützen bei den Junioren, der Schützenklasse, Damenklasse, Altersklasse und Senioren.

Bei der Siegerehrung, vorgenommen von Ulrich Bauer und dem Stadtratsvorsitzenden Matthias Köberle, zeigte sich, dass der Vorjahressieger, der Schützenverein Möringen, den Pokal nicht verteidigen konnte und ihn der Mannschaft aus Seehausen überlassen musste. Der Vorsprung der Seehäuser war hauchdünn: bei gleicher Ringzahl von 776 entschied das bessere Trefferbild.

Bei den Einzelwettbewerben siegte in der Schützenklasse Olaf Hübert (Seehausen) mit 259 Ringen vor Timo Finke (Schützengilde Eichstedt, 257) und Mark Dahlmann (Möringen, 249). Bei den Junioren gab es mit Marc Fengler (Osterburg, 189) nur einen Bewerber. Die Damenklasse war mit Petra Bendisch (Seehausen, 278) und Kathrin Schulz (Osterburg, 71) vertreten.

In der Altersklasse schossen sich Henry Hohmann (270), Henry Kicherer (beide Möringen, 257) und Detlef Koeppen (Osterburg, 200) auf die vorderen Plätze. Das Spitzentrio bei den Senioren stellten Peter Merkert (Osterburg, 253), Dieter Sliwa (Seehausen, 105) und Günter Drehn (Osterburg, 82).

Die Schützengilde zu Osterburg setze die Osterburger Schützentradition erfolgreich fort und bereichere das Vereinsleben in der Hansestadt, sagte Matthias Köberle den Wettkampfteilnehmern. "Hier hat das sportliche Schießen in der Biesestadt seine Heimstatt. Und was die Gilde bedenken sollte: Die Vereinsarbeit wird vom Ortsschaftsrat finanziell unterstützt", fügte er hinzu. "Die Gilde sollte das nutzen und sich um eine Förderung bewerben."

"Zum kommenden Sonnabend, 4. Oktober, lädt die Osterburger Schützengilde zu einem Tag der offenen Tür ein", schickte Ulrich Bauer schon mal voraus. "In der Zeit von 10 bis 15 Uhr möchten wir uns hier auf dem Schießstand hoffentlich vielen Besuchern vorstellen. Wir bieten ihnen viele Aktivitäten rund um den Schießsport an."

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