Im Gebäude "Am Markt" mit der Hausnummer 11 ist in Seehausen weiterhin die Polizei präsent. Allerdings hat die Revierstation ausgedient. Dort ist künftig der Sitz der beiden Regionalbereichsbeamten.

Seehausen l Die neue Reform der Polizeistruktur macht auch vor Seehausen nicht Halt. In den Räumen "Am Markt" sind mit Verena Schneider und Günter Fiukowski weiterhin zwei in der Region vertraute Personen anzutreffen; die anderen drei ehemaligen Kollegen der aufgelösten Revierstation zählen künftig zum Osterburger Revierkommissaritat, "übernehmen aber auch Aufgaben in der Verbandsgemeinde Seehausen", verdeutlichte gestern Chris Schulenburg. Der stellvertretende Stendaler Revierleiter führte das Seehäuser Duo offiziell in das Amt ein.

Verena Schneider und Günter Fiukowski sind die beiden Regionalbereichsbeamten für die Verbandsgemeinde. Nicht nur, weil die beiden "Land und Leute kennen", ist Schulenburg zuversichtlich, was die Umsetzung des neuen Modells betrifft. Die ersten Erfahrungen aus den anderen Gebieten des Landkreises, unter anderem in Osterburg, seien positiv. Das Aufgabenfeld der beiden ist vielfältig. Sie sollen Ansprechpartner für die Bürger sein und natürlich Präsenz zeigen. Dazu gehört eine verstärkte Verkehrsprävention, beispielsweise die Kontrolle des Schulwegs und die Absicherung diverser Veranstaltungen. Aber auch die motorisierte Streife würde nicht vernachlässigt werden.

Seehausens Verbandsgemeinde-Bürgermeister Robert Reck wird die Entwicklung genau beobachten. Er ist froh, dass mit Schneider und Fiukowski zwei in Seehausen etablierte Polizisten für diesen Job ausgewählt wurden. Allerdings ist er angesichts des Personalabbaus bei der Polizei etwas skeptisch, ob die Pläne in der Form realisiert werden können. "Der Erfolg zeigt sich nicht in der Statistik. Entscheidend ist, ob die Bürger sich sicher oder sich noch sicherer fühlen als zuvor", betonte Reck, der wie die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der VG von einer guten Zusammenarbeit mit den beiden Seehäuser Verantwortlichen überzeugt ist.

Verena Schneider (40) ist seit 2000 in Seehausen tätig. Die Hauptkommissarin leitete von 2007 an die Revierstation und ist optimistisch, dass auch zu Beginn der neuen Phase - seit 1. Oktober sind beide als Regionalbereichsbeamte im Dienst - "alles glatt läuft". Günter Fiukowski (57) begann seine Tätigkeit 1982 bei der Verkehrspolizei, war von 1990 bis 1998 in Osterburg (Verkehrsunfalldienst) aktiv und seit 1998 zählt der Polizeihauptmeister zum Seehäuser Polizei-Team.

Torsten Müller, Leiter zentrale Aufgaben des Stendaler Reviers, betonte gestern, dass die Polizei 24 Stunden im Einsatz ist. Die beiden Regionalbereichsbeamten würden durch Streifen unterstützt werden. "Und im Notfall sollten Bürger immer die 110 rufen", machte er deutlich.