Der Förderverein der Fachwerkkirche St. Lorenz in Rathsleben möchte eine Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges in der Kirche anbringen.

Rathsleben l Am Volkstrauertag, 16. November, wollen die Freunde und Förderer der St. Lorenz-Kirche ihr Vorhaben vollenden und eine dritte Gedenktafel mit den Namen der aus Rathsleben stammenden Gefallenen des Zweiten Weltkrieges in der Kirche installieren. Die Vorarbeiten gestalteten sich nicht ganz einfach, wie die Mitglieder bei der jüngsten Jahreshauptversammlung berichteten. Denn eine aufwendige Recherche war notwendig, um alle Namen ausfindig zu machen. "Wir sind aber fast fertig", sagte Vereinsvorsitzender Hartwig Bretschneider, der bei dem Treffen erneut zum Chef des 29 Mitglieder zählenden Fördervereins gewählt wurde. Die Liste der Rathslebener Kriegsopfer pendelt sich auf 12, 13 Personen ein.

Neuseeland-Bilder

Über entsprechende Seiten im Internet konnten die Verantwortlichen Informationen über die ehemaligen Bürger erhalten. Bei der Jahreshauptversammlung klärten die Anwesenden im Beisein von Bürgermeister Bernd Prange, welche Schriftart sich auf der 1,50 Meter mal ein Meter großen Gedenktafel wiederfinden sollte. Der Verein favorisiert die altdeutsche Schrift.

Neben einem Rückblick, wo Bretschneider die regelmäßig durchgeführten Vorstandstreffen, den Frühjahrsputz, das Osterfeuer und die Beteiligung an Aktivitäten des Altmärkischen Heimatbundes aufzählte, schauten die Förderer auch voraus. Da bisher eine Veröffentlichung in der entsprechenden Broschüre der Offenen Kirche für Rathsleben fehlte, soll sich im kommenden Jahr um eine Information bemüht und sollen die Öffnungszeiten und Ansprechpartner publik gemacht werden. In der St. Lorenz-Kirche möchte der Förderverein die bisherige Situation mit der fehlenden Beleuchtung ändern und in Eigeninitiative für einen Stromanschluss sorgen. Weiterhin soll die Friedhofsmauer repariert werden.

Nach dem offiziellen Teil, bei der auch die bisherigen Vorstandsmitglieder Klaus Quiatkowski (Schriftführer), Peter Moesenthin (stellvertretender Vorsitzender) und Renate Moesenthin (Kassiererin) in ihren Funktionen bestätigt wurden, präsentierte Hartwig Bretschneider Bilder seiner Neuseeland-Reise aus 2012. Dort besuchte er die ehemalige thailändische Gastschülerin Mint, die bei der Familie Bretschneider für ein Schuljahr (1998/99) lebte und für diese Zeit das Osterburger Gymnasium besuchte. Die Thailänderin wohnt in Neuseeland, ist dort verheiratet.