Hauptsache, es regnet nicht, sagten sich die Organisatoren des 11. Kürbisfestes in Seehausen. Zur Neuauflage auf dem Marktplatz kamen am Sonnabend viele Gäste trockenen Fußes in die Wischestadt.

Seehausen l Stadtinfoleiterin Ingrid Jabke war zufrieden. Die Musiker der Oldieblaskapelle Seehausen spielten am Vormittag auf, ohne nass zu werden. Dieses Mal hatte sie die Besucher erstmals eingeladen, Kürbisgerichte mitzubringen.

Mit Doris Milkert, Annegret Rozynek und Elke Krise war die Jury für die Prämierung der Gerichte beisammen. Bürgermeister Detlef Neumann gab zu, ein richtiger Kürbisfan zu sein. Kürbissuppe schmeckt immer, aber als süß-saures Kompott zum oder nach dem Entenbraten sei das orange farbene Gemüse ebenfalls nicht zu verachten.

Natürlich gab es an fast jedem Stand Kürbissuppe. Die Jugendfreizeitzentren aus Osterburg und Seehausen boten darüber hinaus Keramik, Drachen, Hüte und Vogelhäuschen an. Maria und Gundula Weber aus Groß Garz sahen sich an ihrem Stand nach Dekoration um, sind aber auch große Kürbisexperten. Als Kuchen oder mit Stampfkartoffeln kommt das Gemüse bei ihnen auf den Tisch. Während Cornelia Feger und Carmen Hänschke mit Deko lockten, waren die Vertreter zweier Schulklassen mit großer Kuchenauswahl präsent. Ramona Zunke, Kathrin und Niklas Kayatz verkauften für die 2 b der Seehäuser Grundschule neben Muffins unter anderem in Schokolade getauchte Äpfel. Samuel Steger war zur Unterstützung seiner Klasse (10 d) des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums mitgekommen. An diesem Stand fanden die Gäste sogar ein Rezept für Quittengelee. Wie in den Vorjahren war die Einkaufsstraße in das Kürbisfest eingebunden. Rüdiger Haase hatte vor seinem Laden für TV- und Handy-geräte die anziehendsten Hingucker zu bieten. Plattenspieler von 1933, die ersten Mobiltelefone, dazu Musik von Elvis Presley. "Viele junge Leute kennen das ja gar nicht mehr. Deshalb habe ich die Jahreszahlen dazugeschrieben.", so der Sammler.

Für Honigliebhaber hatte Hans-Werner Spillner aus Beuster das Richtige parat. Und natürlich war auch an die Kinder gedacht. Bei Detlef Preetz vom Kreismuseum Osterburg drehten sie ihr eigenes Seil. Mara Schmidt aus Wittenberge gehörte zu den glücklichen Dreherinnen. Eine Kürbisgeschichte mit Apfelsnack gab es außerdem im Laden von Sigrid Haut. Im Schuhgeschäft von Claudia Preuschoff fand wie in den Vorjahren der Malwettbewerb statt: Lilly Behrendt, Madeleine Minkwitz, Klara Jurok, Jonathan Schlammer und Lena Schäfer gewannen, einen Trostpreis gab es für Aimee Preuschoff.

Bowle vor Cremesuppe

Ingrid Jabke verkündete die Preisträger der Gerichte, die allesamt aus Seehausen kommen: 1. Karin Schäfer (Bowle), 2. Ladislav Olah (Kürbiscremesuppe), 3. Jörg Timm (Curry-Kürbis-Sauce). 13 Teilnehmer zählte Detlef Neumann bei der Prämierung des schwersten Kürbisses. Zum sechsten Mal in Folge siegte Norbert Schwellnus aus Kläden. 190 Kilo brachte der Koloss auf die Waage. Der 2. Platz (119 kg) ging an Britta Zaklikowski aus Osterburg, der 3. Platz (97,1 kg) an ihren Mann Dirk.

Mehr Fotos vom Seehäuser Kürbismarkt finden Sie unter www.volksstimme.de/osterburg

   

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