Vom verschmutzten Zustand ihrer Straße haben Wolterslager Einwohner die Nase gestrichen voll. Während der jüngsten Sozial- und Ordnungsausschusssitzung kritisierte Fred Stoller die Situation, für die er landwirtschaftliche Schwertechnik verantwortlich macht.

Osterburg/Wolterslage l "Der Dreck muss weg! Oder sollen wir wieder wie im Vorjahr bis zum März warten, bevor sich unsere Straße in einem vernünftigen Zustand befindet?" Kopfschüttelnd machte Fred Stoller während der jüngsten Sitzung des Osterburger Sozial- und Ordnungsausschusses seinem Ärger über den Zustand der Wolterslager Fahrbahn Luft. Der Schmutz zerrt nicht nur an seinen Nerven. In den zurückliegenden Tagen hätten sich viele Einwohner an den Wolterslager Stadtrat und stellvertretenden Königsmarker Ortsbürgermeister gewandt, um sich über den unhaltbaren Zustand auf der Straße zu beschweren, führte Stoller an. Verantwortlich dafür sei Landtechnik, die den Wischeboden auf der Strecke hinterlassen habe. "Klar, wir leben auf dem Land. Und sicher kann die Straße auch mal verschmutzen. Dass der Modder aber noch lange nach Abschluss der Ernte auf der Fahrbahn steht, dafür fehlt mir das Verständnis", sagte Stoller.

Er krtitisierte, dass spätere Reinigungsaktionen durch oder im Auftrag der Verursacher nur halbherzig verlaufen. "Ein Schieber taugt nicht, um den schweren Wischeboden von der Straße zu bekommen. Und auf diese Weise entsteht nur ein zweites Problem. Von dem Dreck, der zur Seite geschoben wird, landet ein Teil im Graben. Der Rest türmt sich aber am Straßenrand auf", schilderte der Wolterslager, der zudem befürchtet, "dass nun wieder dauerhaft Dreck auf unserer Straße steht. Es ist schon so weit, dass wir in zwei Spuren fahren." Um die Verursacher zu einer tatsächlichen Reinigung der Straße zu drängen, sieht Stoller das Osterburger Rathaus in der Pflicht. Ordnungsamtsleiter Matthias Frank machte aber deutlich: Ohne jemanden die Verschmutzung der Straße nachweisen zu können, sei eine Beauflagung zur Reinigung oder sogar das mögliche Androhen eines Bußgeldes nicht machbar. "Uns fehlt aber das Personal, um die Straßen dauerhaft im Auge behalten zu können", so Frank. Nach seinen Angaben sind Kritiken über die Verschmutzung von Straßen kein Einzelfall. "Die kommen derzeit aus mehreren Orten, wie zum Beispiel auch aus Rossau." Allerdings seien die Straßen im Höhe-Territorium der Einheitsgemeinde einfacher zu reinigen, weil es sich dort in der Regel um leichten Sandboden handelt. Die schwere Wischeerde, die jetzt auf der Wolterslager Straße liegt, sei deutlich schwieriger zu beseitigen, sagte Frank.

Jutta Mente unterstützte während der Ausschusssitzung die Kritik von Fred Stoller. Die Erxlebenerin verwies darauf, dass der Schmutz auch eine zusätzliche Gefahr für den Verkehr bedeutet. "Was geschieht, wenn ein Fahrzeug bei einer Gefahrenbremsung auf einer verschmutzten Straße wie dieser nicht zum Halten kommt. Wer ist dann dafür verantwortlich zu machen?", erkundigte sich die sachkundige Einwohnerin. Ohne direkt auf diese Frage zu antworten, zeigte Matthias Frank trotzdem an, auf die Straßenverschmutzung in Wolterslage zu reagieren. "Wir kümmern uns", kündigte er gegenüber den Ausschussmitgliedern an.