Rossau (nim) l Die Maiskampagne ist zwar beendet, dennoch hallten die mit ihr verbundenen Beeinträchtigungen für Rossau noch auf der Ortschaftsratssitzung am Montagabend nach.

Ortsbürgermeister Bernd Drong kritisierte, dass das Ordnungsamt nach Einwohnerbeschwerden aktiv geworden sei, ohne ihn vorher darüber zu informieren oder sich mit ihm abzustimmen. Denn eigentlich unterhalten die Rossauer selbst einen eigenen Draht zu den betreffenden Unternehmen. "Das rührt noch aus der Zeit, als wir eine eigenständige Gemeinde waren", erklärte Bernd Drong. So habe sich Rossau mit den Lärmbeeinträchtigungen, erhöhten Verkehrsaufkommen sowie Verschmutzungen während der Maiskampagne arrangiert, "im Gegenzug unterstützten uns die Unternehmen bei Anliegen für unser Dorf." Hilfe erhofft sich Rossau auch für ein aktuelles Projekt. "Wir möchten unser Freizeitgelände an der Biese mit einem neuen Spielgerät aufwerten. Deshalb habe ich die Unternehmen um eine finanzielle Unterstützung gebeten. Und es gibt auch schon die ersten positiven Signale", sagte Drong. Dementsprechend könnten die Maßnahmen des Ordnungsamtes wie ein Störfeuer wirken und bei den betreffenden Unternehmen Befremden auslösen, befürchtet der Rossauer Ortschef.

Drong stellte klar, dass er schon in der Vergangenheit den Kontakt zu den Unternehmen dazu genutzt habe, sie für ein möglichst vorsichtiges Fahren in der Ortslage Rossau zu sensibilisieren. Und mit Blick auf die Einwohner seines Dorfes fügte er hinzu: "Klar ärgert man sich darüber, wenn man die Straße gefegt hat und sie nur kurze Zeit später verschmutzt wird. Man kann die Reinigung aber auch mal verschieben und sie an das Ende der Kampagne legen".