Osterburg l Wir waren ganz schön aufgeregt", gaben Charlotte Reppenhagen und Tabea Herzgerodt aus der 9. Klasse des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums kürzlich zu. Auf die Woche mit den Schülern aus Wielun hatten sie sich sehr gefreut. Für fünf Tage weilten 14 Jugendliche aus den achten und neuten Klassen aus der polnischen Partnerstadt in Osterburg (wir berichteten); am Freitag fuhren sie wieder gen Heimat.

Der für fünf Jahre eingeschlafene Schüleraustausch zwischen den beiden Partnerstädten ist vorbei. Seit die Mädchen und Jungen aus der 9d im Mai in Polen zu Gast waren, sind Freundschaften entstanden. Die Kombination der deutschen und polnischen Schüler bestimmt auch die jetzige Konstellation. In Gastfamilien wohnten die Wieluner in Osterburg und Umgebung. "Wir haben über Facebook und Skype Kontakt gehalten", erzählte Tabea weiter. Die Reisen in dieser Woche seien zwar schön, aber Hauptsache sei doch, einfach miteinander Zeit zu verbringen, sich zu unterhalten, sind sich die beiden einig. Die Verständigung läuft auf Deutsch und Englisch.

Speckstein zum Amulett formen

Nach Schnitzeljagd und Musikunterricht luden die für den Schüleraustausch verantwortlichen Lehrerinnen Undine Theiß und Michaela Steinke die 9d und ihre Gäste Montagnachmittag in den Kunstraum des Gymnasiums ein. Dort erwarteten sie Kunsterzieherin Angelika Trösken und die frühere Englischlehrerin Ulrike Allesch-Schwarzenberg. In Polen bearbeiteten die deutschen Gäste Holzbuchstaben, das animierte Undine Theiß dazu, im Austausch ebenfalls etwas Kreatives anzubieten, bevor es auf Reisen geht. Nasse Handtücher kamen auf die Tische, damit es beim Bearbeiten des Specksteins nicht so staubte. Angelika Trösken erklärte, wie die Schüler den Stein mit Feile und Sandpapier zu einem Amulett formen könnten, Marta Bednarek übersetzte simultan und begeisterte damit ihre Zuhörer. Woher sie die deutsche Sprache kann? "Von deutschen Serien", verriet die Gymnasiastin lachend der Kunsterzieherin.

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