Flessau (fsc) l Die 28 Mädchen und Jungen der Klassen 4a und b der Grundschule Flessau erlebten am Montag im Rahmen der Osterburger Literaturtage Naturkunde bei "Gastlehrer" Ernst Paul Dörfler. Schulleiter Olaf Jaensch riet den Kindern: "Hört gut zu, es geht um eine wichtige Sache, um die Natur, die uns allen am Herzen liegt."

Und die Kinder hörten nicht nur aufmerksam zu, sondern warfen Fragen und Gedanken auf, so dass sich zwischen ihnen und dem Vortragenden ein zwangsloses Gespräch entwickelte, an dem auch Dörfler sichtlich seine Freude hatte.

"In meiner Schulzeit hatten wir ganz tolle Lehrer, die haben mir für meinen späteren Lebensweg viel mitgegeben", sagte der in Steckby, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, lebende Naturwissenschaftler und Schriftsteller. Er sei auf einem Bauernhof an der Elbe groß geworden. "Als kleiner Junge interessierten mich außer unseren Haustieren die Vögel. Größer geworden übernahm ich eine Aufgabe: das Gänsehüten. Damit begann eigentlich meine Laufbahn als Naturforscher." Das erste Buch in seiner schriftstellerischen Tätigkeit war "Zurück zur Natur". Das war auch das Thema dieser Schulstunde. Über die Abfälle der Natur wie die Blätter im Herbst und abgestorbene Bäume, die die Natur selbst zu Kompost und Nährboden für kleine Lebewesen in Wald und Flur verarbeitet, wussten die Kinder gut Bescheid, auch über die für die Umwelt schädlichen Abfälle wie Plastik, Schrott und dergleichen, die der Mensch dort hinterlässt. "Der Mensch ist auf dem Wege, die Natur für nachfolgende Generationen ernsthaft und nachhaltig zu schädigen", machte Dörfler deutlich.

Die Lebensader Elbe, die Fauna darin, den Bewohnern und der Flora an ihren Ufern, Verschmutzung des Flusses, Hochwassergefahren und Schutz davor, nachzulesen in "Das Wunder der Elbe", war ein weiterer Schwerpunkt im Gespräch. Dörfler sparte auch den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Menschheit nicht aus. Von dem "Was Vögel futtern" - ein weiterer Buchtitel - kamen der Autor und die Schüler auf die Ernährung der Menschen zu sprechen. Man war sich einig, dass viel zu viele Lebensmittel im Abfall landen, nicht nur zu Hause, sondern auch in den Supermärkten.