Seit 1990 lädt der Chor Alandspatzen aus Krüden einmal jährlich zum Sängertreffen befreundeter Chöre ein. Am Sonnabend trat der Gastgeber mit dem Gemischten Chor Werben und dem Männerchor Seehausen im Veranstaltungszentrum "La Palma" auf.

Vielbaum l Die Idee dazu kam den Krüdenern seinerzeit, um Beziehungen zu den alten Bundesländern mit Gleichgesinnten aufzubauen. Mittlerweile, so die Vorsitzende der Alandspatzen Susanne Bernhard, mögen die Gäste nicht mehr so weite Wege zurücklegen. Inzwischen sind ausschließlich Chöre aus der Region zu Gast. Auf Wunsch einiger Gruppen hatten die Organisatoren das Treffen auf den Nachmittag verlegt. Da aber doch die "altbewährte Runde" zusagte, kündigte Bernhard an: "Nächstes Jahr machen wir das Treffen wieder abends - so fit, wie wir sind!"

Letzter Auftritt vor Advent

Den Auftritt der Chöre beschreibt die Vorsitzende als letzten Höhepunkt vor den Adventskonzerten. Das Zusammensein und der Austausch unter den Sängern seien das Wichtigste an diesem Tag. Unter der Leitung von Lothar Klein stimmten die Gastgeber das erste Volkslied an: "Erlaube mir, fein`s Mädchen". Auf die Geschichte vom "Rosenbrechen" folgte wenig später ein Lied zur Landeskunde vom Gemischten Chor Werben, nämlich "Wo kommt denn die Elbe her?" Wer es bis dahin nicht wusste: "Vom Riesengebirge und von Rübezahl" beziehungsweise "von Böhmens Fluren". Nachdenklich stimmte dabei die Bemerkung: "Was gestern noch im Lehrbuch stand, ist heute schon vergessen."

Werner Jose klärte zwischen den Liedern die Zuhörer auf, welch Glück es sei, die Chorleiterin Lieselotte Holzäpfel da zu haben. Sie war für das Treffen eher aus dem Urlaub zurückgekehrt. Damit die Energieversorgung bei den Alandspatzen gesichert ist, überreichte Werner Jose an Susanne Bernhard eine Laterne. Auch der Männerchor Seehausen kam nicht mit leeren Händen. Nach einem schmissigen "Das Wandern ist des Müllers Lust" unter der Leitung von Sven Peuker bemerkte Jürgen Ulrich, dass die Alandspatzen sicher nicht nur gern zwitschern, sondern auch mal gern einen zwitschern und klopfte mit der Vorsitzenden gleich den ersten Likör aus dem Gastgeschenke-Korb. Kurz darauf machte der Männerchor mit dem Lied "He da, Wein her" Stimmung. Darin heißt es: "Mit Wasser bleib mir ferne, das trink ich gar nicht gerne. Wein muss es sein, vom Rhein muss er sein."

Danach machten die Chöre erst einmal mit Kaffee und Kuchen weiter. Nach einer Bildpräsentation hatten die Sänger Gelegenheit zum Schnacken.

 

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