Deutlich mehr Beachtung soll der Osterburger "Stein der Einheit" erhalten. Der Ortschaftsrat will das Geschenk der Partnerstädte aus Soltau und Oerlinghausen umsetzen. An eine zentralere Stelle.

Osterburg l Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose konnte mit seiner Idee die Mitglieder des Ortschaftsrates schnell überzeugen. Die Kommunalpolitiker der Biesestadt sehen den gegenwärtigen Standort des "Steins der Einheit", ein Geschenk der Partnerstädte zum Einheitstag am 3. Oktober 1990, als nicht optimal. "Er fristet ein tristes Dasein", meinte Gose zu seinen Mitstreitern auf der Sitzung am Montagabend im Osterburger Verwaltungsgebäude. Das habe der Ortsbürgermeister erst jüngst bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag "Die Wende in Osterburg vor 25 Jahren" bemerkt; aus Gesprächen wisse er, dass vielen Besuchern der Gedenkstein fremd wäre.

Eine grüne Insel als neuer Standort

Das Gremium, das bei der Zusammenkunft einige künftige Ziele ins Visier nahm, will den Osterburgern diesen wieder mehr in Erinnerung rufen. Der Einheits-Stein befindet sich aktuell zwar am Rathaus auf der dem Großen Markt zugewandten Seite, aber an einem Platz, "wo ihn keiner beachten würde", so Klaus-Peter Gose. Sein Plan: Das Präsent muss an einen geeigneteren Standort. Er favorisiert den Kreisverkehr an der Bismarker Straße/Werderstraße/Ballerstedter als künftige Stelle. Und damit konnten sich auch die Ortschaftsräte anfreunden, obwohl der Ortsbürgermeister seinen auserkorenen Platz nur als einen Vorschlag verstanden wissen wollte.

Michael Handtke sieht den gegenwärtigen Standort des Steins ebenfalls als nicht ideal. "Er wird nicht wirklich wahrgenommen." Hagen Portele findet die Idee ebenfalls gut und merkte an, dass mit der Umsetzung auch eine Info-Tafel angebracht werden soll. Natürlich auf dem Fußweg, während der Gedenkstein auf dem Grün der Insel seinen neuen Platz erhalten soll. Und da auch eine Elektroleitung in diesem Bereich vorhanden ist, sei es sogar vorstellbar, dass der eingefasste, behauene Naturstein angestrahlt werden könnte.

Wir sollten diesen Schritt gehen, war die einhellige Meinung des Ortschaftsrates, der sich auch Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz als Gast der Sitzung anschloss. Bis zum 25-jährigen Bestehen der deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 "sollten wir so weit sein", gab Klaus-Peter Gose als Ziel aus.

Der Naturstein schmückte zunächst den einstigen grünen Bereich (Insel) des Großen Marktes. An jenem Ort pflanzten am 3.Oktober 1990 Osterburgs damaliger Bürgermeister Alexander Gronner und Stadtverordnetenvorsteher Detlev Pingel sowie Gäste aus den Partnerstädten Soltau und Oerlinghausen Linden, ist dem Archiv zu entnehmen.