Der Osterburger Hilliges-Platz, der im kommenden Jahr mit einer Neugestaltung aufgewertet wird, soll durch einen besonderen Hingucker bereichert werden.

Osterburg l Diesen Wegweiser gibt es in der Hansestadt noch nicht. Geht es nach den Vorstellungen des Osterburger Ortschaftsrates wird sich auf dem neugestalteten Hilligesplatz ein besonderer Wegweiser wiederfinden. Einer, der nicht auf die Nachbargemeinden aufmerksam macht, sondern auf Metropolen der Erde.

Wie weit ist es von Osterburg in die große weite Welt? Wieviele Kilometer entfernt befindet sich beispielsweise New York? Oder London? Und wie weit ist Peking von der Biesestadt weg? Um beim Beispiel der chinesischen Hauptstadt zu bleiben: Es sind Luftlinie rund 7500 Kilometer. Ein Airbus A380 benötigt für diese Strecke knapp acht Stunden.

Mit Sponsoring einiges möglich

Mit dem Zug sind es ein paar Stunden, einige Tage mehr. Und sicherlich ist die Fahrt dorthin mit der Transsibirischen Eisenbahn, die von Moskau nach Peking verkehrt, ein unvergessener Urlaub. Aber Urlaubs-Gedanken will der Ortschaftsrat mit diesem Vorhaben bei den künftigen Betrachtern nicht wecken. Jedenfalls nicht in erster Linie.

Die Schilder, die mit ihrer Spitze die Himmelsrichtungen der Ziele anzeigen, sollen den neuen Hilliges-Platz in Osterburg bereichern, gewissermaßen eine Anziehungskraft besitzen und somit für ein touristisches Plus im Ort an der Biese sorgen. Und das könnte mit relativ wenig finanziellem Aufwand über die Bühne gehen. Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose machte auf der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums am Montagabend deutlich, dass der Rat auch in der jüngeren Vergangenheit mit Unterstützung regionaler Unternehmer einiges auf die Beine stellte. Als Beispiel nannte er das zu einem der beliebtesten Fotomotive der Biesestadt avancierte Graffito am Lies-Haus am Ende der nördlichen Breiten Straße.

Gose, der mit seinen Mitstreitern im Rat in der bis 2019 währenden Wahlperiode mehrere Ziele anvisiert, konnte mit diesem Vorhaben bereits die Schulleiterin des Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasiums überzeugen.

Gymnasiasten wollen sich beteiligen

Elke Hein sei von diesem Vorschlag angetan, bemerkte Gose. Die Schüler sollen bei der Erstellung der Wegweiser mithelfen, könnten beispielsweise die Kilometer-Angaben zu den einzelnen Orten ermitteln. Oder auch Beispiele von Städten nennen, die sich unbedingt auf den Schildern wiederfinden sollen. Übrigens braucht die Kommune für die Wegweiser kein extra Befestigungspfahl. Denn inmitten des neugeplanten zentralen Areals in Osterburg, für dessen Neugestaltung der vorzeitige Maßnahmebeginn eintraf, die aber aufgrund des bevorstehenden Winters erst im Frühjahr beginnen wird, ist ein Lichtmast eingeplant. Und dort wäre ein idealer Platz dafür.

Und so könnte im nächsten Jahr auf dem Osterburger Hilliges-Platz abzulesen sein, in welcher Richtung und wieviele Kilometer weit sich von Osterburg aus New York, London, Kapstadt, Paris und Tokio befinden. Als EU-Hauptsitz dürfe Brüssel nicht fehlen, kam der Einwurf auf der Ortschaftsratssitzung. "Und unsere Partnerstädte dürfen wir auch nicht vergessen", ergänzten andere Mitglieder. Hauptsache, der Pfahl hat genügend Platz.