Losenrade l In der Antike widmeten sich viele seefahrende Völker der Piraterie. Namen wie Klaus Störtebeker oder Michels Gödeke sind weithin bekannt und erinnern an die Zeit des Mittelalters und an Beutezüge auf den Weltmeeren.

Als Anrainerort der Elbe dachten sich die Losenrader wohl, dass auch in ihren Adern noch etwas Freibeuterberblut fließt. Der Vorschlag, am vergangengen Sonnabend ein Piratenfest zu veranstalten, wurde deshalb gut angenommen. Unter der Regie des Fördervereins der örtlichen Feuerwehr mit ihrem Vorsitzenden Manfred Cornehl wurden die nötigen Vorbereitungen rechtzeitig im Vorfeld getroffen. Wie bei vielen anderen Festen, war der Platz am Gerätehaus als Austragungsort vorgesehen.

Unter dem Slogan "Die Piraten sind los", trafen sich Seeräuber, ihre Bräute und die Nachwuchspiraten in ihren bunten Kostümen mit dem Einbruch der Dunkelheit am Ortseingang, um von dort aus im Fackelschein zum Festplatz zu eilen. Dort loderte schon das Holzfeuer in den Schalen, und aus den darüber hängenden Kesseln duftete es nach Gulasch und Soljanka. Zusammen mit Nudeln oder Brot ergab das eine willkommene Stärkung für die Piraten, während der obligatorische Rum in der ausgeräumten Fahrzeughalle getrunken wurde.

Die meisten Besucher zog es ans Feuer

Als die Regenschauer nachließen, zog es die meisten Besucher aus der gut 100 Seelen zählenden Gemeinde in die Nähe des Feuers. Die Kinder enterten schnell das aufgebaute Geisterschiff, um danach beim Malen ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Das schönste Kunstwerk wurde prämiert, was auch für die fantasievollsten Kostüme bei den Erwachsenen und den Kindern galt. Zu fortgeschrittener Stunde ging es dann schließlich zur Schatzsuche in die Umgebung, bei der an mehreren Stationen noch Aufgaben zu erfüllen waren.

Die Resonanz auf die Einladung zum Fest war groß und nicht nur die Losenrader bedankten sich für diese kulturelle Initiative beim Förderverein und seinen Helfern.

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