Kossebau l Das 18. Kleinkunstfestival "Grenzgänger" ging vor wenigen Tagen in der Begegnungsstätte in Kossebau mit den "Guitarreros" aus Dresden zu Ende. Gleichzeitig fand mit diesem Auftritt die 25. Veranstaltung der Reihe innerhalb des Pfarrbereiches statt.

"Es ist auch die zehnte Vorstellung in diesem Raum, und endlich kann ich diese Krawatte mit Gitarrenmotiv tragen. Seit zehn Jahren hängt sie in meinem Schrank", so begrüßte Pfarrer Matthias Kruppke die Gäste. Die teilte er in seinem Willkommensgruß gleich mal in Fangruppen und Neuzugänge ein. Mit großen Augen sahen die Kinder auf die Künstler.

Musiker sind Zwillinge

"Die Guitarreros sind Zwillinge", klärte Kruppke auf, "wir können davon ausgehen, dass sie harmonieren." Und das taten sie auch. Ihre erste eigene Komposition brachten sie aus Oberitalien mit. Nach diesem Stück aus dem Hause eines Kernforschers stellten Torsten und Volker Schubert den Zuhörern ihren "Rhythmus des Meeres" vor. Danach führte die Reise zum Bossa Nova nach Brasilien. Längst wippten die Gäste im Takt mit.

Beim nächsten Lied lüfteten die Brüder das Geheimnis um ihren Namen. Sie erzählten, als sie früher in kleiner Runde spielten, hieß es immer: "Die Guitarreros kommen." Somit lag der Fall klar. "Guitarreros", übersetzte Volker Schubert, "bedeutet Gitarrenbauer."

Das passt. Denn Gitarren zu bauen, sei "so ein Hobby" von ihm. Die Gitarre vor seiner Nase beziehungsweise an seiner Schulter hat er mit eigenen Händen gebaut. Die seines Bruders war das Werk von Jose Lopez. Dessen Werkstatt in Alhambra hatte ein Schaufenster wie ein Modegeschäft, so begann die Anekdote. Als die Brüder der Einladung folgten, dem Gitarrenbauer vorzuspielen, sahen sie sich einer Gruppe Japaner mit Kameras gegenüber. Dem Gitarrenbauer widmeten sie das nachfolgende Stück.

Begeisterung bis zum Ende

Nach einem musikalischen Abstecher zur Ostsee, wohin die gebürtigen Cottbusser öfters die Tournee im Sommer führt, ihrem Zupfen, Klopfen und Kratzen auf der Gitarre, ließen sie ein mexikanisches Lied folgen. Natürlich nicht, ohne sich umzukleiden. Sombrero auf, und schon starteten sie mit dem Volkslied von der Küchenschabe (La Cucaracha). Die riesigen Hüte gefielen nicht nur den kleineren Zuschauern. Die Künstler konnten sich der allgemeinen Begeisterung bis zum Schluss gewiss sein.

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