Seehausen l Mit Hilfe des Förderprogrammes "StarkIII" soll in Seehausen eine neue, große Kindertagesstätte im Lindenpark gebaut werden. Wie sehr eine Investition in dieser Beziehung nötig ist, davon überzeugten sich die Mitglieder des Bau- und Ordnungsausschusses bei einer Besichtigung der beiden jetzigen Einrichtungen, bevor sie sich zur eigentlichen Beratung ins Feuerwehrgerätehaus zurückzogen.

Obwohl sowohl die Kita Lindenpark als auch am Klosterschulplatz gepflegt und liebevoll gestaltet sind, lässt sich der Sanierungsstau nicht ganz verbergen. Zum Teil ist die Raumanordnung unpraktisch, die Flure oder Treppenhäuser zu eng, es fehlt an Stauraum für Spielzeug und Gerätschaften, elektrische Anlagen sind überaltert und die Wärmedämmung lässt auch zu wünschen übrig. Dies sind nur einige der Probleme, die die Ausschussmitglieder um ihren Vorsitzenden Bernd Prange feststellten, als sie die Leiterin beider Einrichtungen, Birgit Geiseler, durch die Gebäude führte.

Über mangelnde Auslastung können sich die Verantwortlichen nicht beklagen. Derzeit besuchen rund 150 Kinder beide Einrichtungen. Im Krippenbereich gibt es sogar Wartezeiten.

Rücklagen bilden

Bernd Prange erinnerte daran, dass der Start für den Neubau 2017/2018 anvisiert sei und nur noch wenig Zeit bleibe, um entsprechend Rücklagen zu bilden. Immerhin rund 1,2 von insgesamt 3,2 Millionen Euro an geplanten Mitteln muss die Kommune trotz Förderprogramm an Eigenmitteln aufbringen. Dazu kommt eine logistische Herausforderung auf Kinder, Erzieher und Eltern zu. Denn die neue Tagesststätte, die nur noch ebenerdig, dafür wieder mit Küche geplant ist und alle Kinder aufnehmen soll, ist auf den Grundfesten der Kita im Lindenpark vorgesehen. Das heißt, für gut 90 Kinder müsste eine Übergangslösung gefunden werden.