Schönes Wetter, volles Haus, ordentliche Hengste. So resümierten die Richter. Die Veranstaltung in Krumke war ein Erfolg auf der ganzen Linie. Das Reitsportzentrum hatte sich am Sonnabend als bundesweit größter Körplatz für das Deutsche Kaltblut präsentiert.

Osterburg l Das hatte Dr. Ingo Nörenberg schon ganz anders erlebt. Von den 25 aufgetriebenen Hengsten war dem Zuchtleiter des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt nach der Pflastermusterung noch immer kein überragender Beschäler aufgefallen.

Auch die übrigen Mitglieder der Körkommission sahen mit Argusaugen auf den Nachwuchs der Jahrgänge 2011 und 2012. Dazu gehörten Carl-Friedrich Lutze (Niedersachsen), Rainer Schulze (Brandenburg-Anhalt), Dr. Matthias Karwath (Sachsen-Thüringen) und Ulrike Struck (Niedersachsen). Bei Dr. Petra Nörenberg in der Meldestelle gaben die Züchter indessen eifrig Haarproben der Hengstmutter ab. "Da reichen keine Hautschuppen für die DNA-Analyse aus. Wir brauchen etwa 40 Haare zum Einschicken für die Abstammungsanalyse", erklärte sie und fügte hinzu: "Heute gingen mehr Kataloge weg als letztes Jahr. Das ist ein gutes Zeichen." Die Kaltblutfreunde und Züchter kamen nicht nur zum Gucken, sondern auch zum Kaufen, sogar aus Polen.

Nach dem Freilaufen präsentierten die Kaltblutbesitzer ihre Hengste in Schaubildern. Familie zum Berge aus Bad Fallingbostel zeigte nebenbei im Schlitten auch noch den eigenen Nachwuchs. Mit der Dreiecksvorstellung und den anschließenden Schrittringen ging die Bewertung in die letzte Runde. Da war über den Siegerhengst längst entschieden. Mit dem Fuchsschimmel "Lasse" (Nummer 13) war Besitzer und Züchter Lutz Walter aus Eichstedt ein Coup gelungen. Hagen Schünemann aus Möllendorf freute sich gleich mit, stammt Lasse doch von Luidor ab, der in seinem Stall steht. "Das ist ein besonders schöner Typ, so harmonisch im Körper", schwärmte Dr. Ingo Nörenberg. Erster Reservesieger wurde Günther Lüdders "Louis"-Sohn aus Mecklenburg. Der zweite Reservesieger kommt von Familie Schulz aus Salzwedel und stammt von "Orkan" ab. Prämienhengst wurde Ulrich Pistors Fuchs aus Wilnsdorf, ein "Erlander"-Sohn. Bei den anderen Rassen überzeugte der Freiberger-Hengst von Norbert Solenski aus Ottersberg. Reservesieger wurde ein Schleswiger Kaltblut, der "Saturn-Sohn" der Züchterin Karin Kahrs aus Verden. "Wir hatten schon stärkere Jahrgänge. In der Korrektheit gab es diesmal einige Abweichungen", merkte Olaf Peter an. "Insgesamt sind wir aber zufrieden mit der Veranstaltung", so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Kaltblut des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt.

   

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