Seehausen l Fast auf den Tag genau ist es her, als vor 30 Jahren in der Region Seehausen die Rockband "Saitensprung" gegründet wurde.

Die heutige Generation 45 plus x Jahre wird sich bestimmt noch an diese Band mit den Gründungsmitgliedern Ingo Hoffmann, alias "Hoffi", Hayo Zimmermann, Lothar Ernst, Dirk Hollenbach, Uwe Lieske und Michael Cornehl erinnern. Kaum ein Saal in einer Dorfkneipe, ein Volksfest oder eine größere Familienfeier gab es, wo die "Saitenspringer", die vorwiegend aus dem Bereich Osterburg kamen, mit ihrer Musik nicht präsent waren. Folk, Blues und Rock gehörten vorwiegend, bei wechselnden Besetzungen, zu ihrem Repertoire. Mit der politischen Wende kam das Aus für die Rockband. Die Neuausrichtung der Mitglieder im beruflichen Bereich, das Wegbrechen von Fans und auch fehlende Auftrittsmöglichkeiten waren für diesen Prozess mit verantwortlich. Das letzte Konzert gab es in Kloster Dambeck. Dies ist nun schon wieder fast 25 Jahre her. Da kam "Hoffi" auf die Idee, die Band mit möglichst vielen Musikern aus der damaligen Zeit für ein Konzert zu reaktivieren. In Hayo Zimmermann fand er ein interessiertes Gründungsmitglied. Aus der späteren Besetzung bekundeten Gundula Sommerfeld, Andy Neubert und Nicole Speck ihr Interesse. Als Neuling sprang Max Zimmermann am Schlagzeug in die Bresche. Als am Samstagabend das Konzert in der Salzkirche begann, drohte diese aus den Nähten zu platzen. Etwa 170 Personen, darunter sehr viele der damaligen Fans, drängten sich im Saal. Hoffi mit seiner Gitarre eröffnete den Reigen. Nach ihm wurde es auf der Bühne eng, denn die zehn Musiker der Gastband "Groove `n Soul Company" aus der Altmark, dem Wendland und einem Dauergast aus Hamburg, heizten mit Soul meets Rock, Blues und Funk ihrem Publikum so richtig ein.

In der gegen 22 Uhr eingelegten Pause konnten sich die Fans an den Ständen des Osterburger Biesecafes mit Speisen und Getränken versorgen, bis der Bühnenumbau erfolgt war und Hoffi mit Band zum Gestalter des Abends wurden. "Freunde, dies ist ein einmaliger Auftritt unserer ehemaligen Band. So werdet ihr uns nie wieder sehen und hören können. Wir schauen mal, ob wir es noch können." "Hau rein, Hoffi", so einer der Fans, und dann gab es für die Saitenspringer und ihre Fangemeinde kein Halten mehr.

 

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