Seehausen (wsc) l Im Namen des Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen und Toten des Zweiten Weltkrieges der Stadt Seehausen begrüßte dessen Vorsitzender, Eckart Schlaf, am Sonntag Vertreter von Vereinen, Institutionen, der Kirche und Seehäuser Bürger in der Marienkapelle. Sie hatten sich dort eingefunden, um am Volkstrauertag, der seit 1952 immer am zweiten Sonntag vor dem 1.Advent begangen wird, der Opfer von Kriegen, Terror und Gewaltherrschaft zu gedenken.

"In diesem Jahr blicken wir auf den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren zurück. Vor 75 Jahren begann nach dem Hitler-Stalin Pakt der Zweite Weltkrieg, der Schrecken und Gewalt ins Unfassbare steigerte", so Eckart Schlaf. Bürgermeister Detlef Neumann bezeichnete den Frieden als höchstes Gut, für das man wachsam sein müsse, damit nie wieder solch ein Leid über die Völker der Welt hereinbricht.

Pastorin Almut Riemann berichtete von einem persönlichen Gespräch mit einer älteren Arendseer Bürgerin, die die Schrecken der Pogromnacht und den Holocaust miterlebt hat. Der Volkstrauertag und der heutige Buß-und Bettag ist für sie als eine Einheit zu betrachten. Wie in den Jahren zuvor, endete diese feierliche Stunde mit einem Trompetensolo. Bodo Behrendt spielte das Lied "Ich hatt` einen Kameraden", gedichtet von Ludwig Uhland im Jahre 1809.

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